Arbeitsalltag

Auch in der dritten Woche meines Praktikums war ich wieder im Einlagen- und Bettungsbau und habe dort neben einigen Vokabeln ( sughero= Kork, colla= Kleber, asciutto= trocken, okay= okay…) die firmeninterne Bauweise der Bettungen gelernt.

Angefangen von der Leistenherstellung über die Adaption der Leisten bis hin zum eigentlichen Bettungsbau. Leisten herstellen heißt, dass eine Gipsform mit Leistenschaum ausgegossen wird. Dieser besteht aus zwei Komponenten und härtet aus sobald diese miteinander vermischt werden. Der Gips wird anschließend abgeschlagen und der Leisten in seine Form geschliffen. Oder aber der Leisten ist bereits vorhanden, da der Kunde schonmal Schuhe bekommen hat und es müssen nur Kleinigkeiten geändert werden. Hierzu habe ich Kork auf betreffende Bereiche geklebt und diese übergangsfrei in Form geschliffen (Das vollstaendige Leistenschleifen ist Meisterarbeit.).

Ausserdem hatte ich diese Woche das erste Mal Gelegenheit beim Modellieren des Schaftes, also des Schuhoberteils zuzusehen. Hier wird auf Basis des dreidimensinoalen Leistens ein zweidimensinales Schnittmuster konstruiert. Je nach Fussdeformitaet und Schaftmodell ist dies mit unterschiedlich viel Aufwand verbunden.

Bei dem Anschauungsmodell hat es sich um ein einfacheres gehandelt, bestehend aus einem Ober- und Unterteil. Zuerst wurde die Mittellinie aufgezeichnet, da das Model nur fuer eine Seite gemacht wird und hinterher gespiegelt wird.  Der italienische Meister hat dazu die linke Leistenseite mit Klebefolie beklebt und die Umrisse so uebernommen. Indem er diese dann auf Papier glatt gestrichen hat, hatte er die erste Form. Nach mehrmaligem anlegen, wegschneiden und dazufuegen enstand so das obere Teil des Modells. Das untere hat er nach eigenen Erfahrungswerten freihand zugeschnitten und minimal im Zusammenspiel mit dem oberen Modelteil geaendert.

A presto!

 

PS: Die Schreibweise ist seltsam. Italienische Rechner kennen keine oe’s, ae’s und ue’s oder scharfe s. 😉

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