1968

Dobry den nach Deutschland,

am Donnerstag hatte ich einen sehr beeindruckenden Abend. Im Moment ist hier in Prag deutsches Filmfest und meine Kollegin war so nett mich mitzunehmen ins Lucerna – eins der schönsten Kinos der Welt (sagen Leute die schon viele Kinos gesehen haben). 20161020_201030

Der Film „Die Reise mit Vater“ spielt rund um den Prager Frühling 1968, eine wahre Geschichte steckt dahinter. Es tauchen kurze Originalszenen auf, vom Aufstand und den Panzern auf dem Wenzelsplatz. Das Kino selbst ist direkt am Wenzelsplatz, so dass es wie ich fand, eine doppelte Wirkung hatte. Den Film – der übrigens die wahre Familiengeschichte der Regisseurin ist – kann ich also nur empfehlen (auch wenn der Wenzelplatz nicht direkt vor der Tür ist 😉 ) In Deutschland kommt er am 10. November in die Kinos, es lohnt sich ganz bestimmt.

Arbeitsmäßig war die erste Woche von Recherchen für das neue Magazin bestimmt. Zwischendurch immer wieder mal ein paar Übersetzungsarbeiten; meine Kolleginnen sind im Moment sehr froh, eine Muttersprachlerin zur Hand zu haben. Ab Montag sind hier Herbstferien, sodass von meinen drei Kolleginnen zwei Urlaub haben. Da habe ich gleich ein paar Vertretungsjobs bekommen. Mal sehen was mich dann noch so erwartet.

Meine Tschechisch-Kenntnisse sind inzwischen auch schon annehmbar: Ich kann alle Haltestellen auf dem Weg zur Arbeit aussprechen 😀 , ansonsten übe ich mich in kleinen Dingen wie Begrüßung und Zahlen. Allerdings werde ich auch oft für eine Tschechin gehalten: Ich wohne in einem Viertel wo es überhaupt keine Touristen gibt und bin nur mit der Handtasche (Touristen haben immer, wirklich immer, einen Rucksack auf, ganz oft ne Karte oder ein Handy mit Karte in der Hand und die Asiaten erfüllen ihr Kamera-Klischee auch hier 😉 ) im Berufsverkehr unterwegs. Für vier Wochen lohnt es sich ja nicht wirklich ernsthaft zu lernen, aber wenigstens an der Supermarktkasse will ich klarkommen.

Jetzt genieße ich erstmal mein Wochenende und werde nachher noch ein wenig an der Moldau bummeln gehen.

Bis zum nächsten Mal, Pia

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