Something’s different – Kleine Unterschiede

Bevor mein England-Aufenthalt zu Ende geht, möchte ich euch gerne noch an ein paar Unterschieden bzw. interessanten Dingen teilhaben lassen, die mir im Alltag in Portsmouth aufgefallen sind.

Linksverkehr

Ein ganz offensichtlicher und bekannter Unterschied zu vielen Ländern der Welt ist ja der Linksverkehr. Der betrifft mich hier zwar – zum Glück – nicht als Autofahrer, jedoch hat es schon einige Tage gedauert, bis ich mein Verhalten vor dem Straßeüberqueren daran angepasst hatte.
Denn in England ist es nunmal sehr wichtig, zuerst nach rechts anstatt nach links zu schauen, wenn man nicht von einem Auto überrascht werden möchte. 😉
Natürlich ist das nicht überall so schön beschrieben wie hier 😉

Busse

Wenn man in Portsmouth die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, ist es ebenfalls sehr wichtig zu wissen, dass man die Hand rausstrecken oder dem Busfahrer winken muss, wenn der Bus, mit dem man fahren möchte, an der Haltestelle vorbeikommt. Signalisiert kein Wartender an der Haltestelle, dass er mit diesem Bus fahren möchte, hält der Bus auch nicht an.

Tea (& Coffee)

Ganz dem Klischee entsprechend wird in England natürlich ganz viel Tee getrunken. Und das gerne auch mit Milch. Auch ich habe mich tatsächlich inzwischen daran gewöhnt, meinen Tee mit Milch zu trinken.
Kaffee ist nicht ganz so verbreitet wie in Deutschland, aber wenn es ihn gibt, dann meist aus Granulat (außer in Restaurants usw., ansonsten ist mir hier tatsächlich noch keine Kaffeemaschine „begegnet“). Das macht sich auch beim Blick in das Supermarktregal bemerkbar:
Kaffeeregal im Supermarkt

Die Wasserhähne

Außerdem ungewohnt für mich ist es, dass es an Waschbecken fast überall zwei Wasserhähne gibt – einen für kaltes und einen für warmes Wasser – also nichts mit angenehm temperiertem Wasser zum Händewaschen. 😀
Zwei Wasserhähne – ein typisch englisches Waschbecken

Die Türdrücker

Eine weitere Hürde, vor der ich gleich am Anfang stand, sind die Türdrücker bzw. der Schließmechanismus, der etwas anders funktioniert, als der, den ich gewöhnt bin. Denn hier muss man den Türdrücker erst ganz nach oben bewegen, um das Schloss aufschließen zu können und dann ganz nach unten drücken, um die Tür zu entriegeln.

Einkaufen

Weiterhin war ich sehr überrascht, als mir Ginny an einem Samstagabend erzählte, dass sie morgen erst einmal einkaufen gehen werde. Einkaufen am Sonntag? Was in Deutschland größtenteils nicht möglich ist ist hier in Portsmouth ganz normal, die Geschäfte haben auch am Sonntag bis 16 Uhr oder länger geöffnet. Sogar am Ostersonntag und -montag hatten hier einige Geschäfte geöffnet.
Außerdem interessant finde ich, dass es hier in vielen Supermärkten Selbstbedienungskassen gibt, wo man seine Artikel also selbst scannt und per Karte bezahlt (wie z.B. bei Ikea).

Die Tastatur

Ansonsten begegnete mir bei der Arbeit im Büro noch ein kleiner Unterschied, der absolut logisch ist, der mich aber ehrlich gesagt überrascht hat, da ich mir darüber vorher nicht wirklich Gedanken gemacht habe. Denn die Tastaturen in England sind etwas anders. Da in der englischen Sprache das „Y“ weit öfter vorkommt, als das „Z“ ist die Position dieser Buchstaben auf der Tastatur vertauscht. Daher ist es mir natürlich sehr oft passiert, dass ich den falschen Buchstaben angetippt habe. Außerdem haben viele der anderen Zeichen eine andere Position. Und natürlich brauchen die Engländer die Buchstaben „ä“, „ö“, „ü“ und „ß“ nicht, die deshalb ganz auf der Tastatur fehlen. Wenn ich dann mal am PC an der Arbeit etwas in deutsch schrieb, ist mir dadurch erst einmal richtig aufgefallen, wie oft diese Buchstaben in unserer Sprache vorkommen und ich musste mir damit behelfen, sie aus einem anderen Text zu kopieren und an der passenden Stelle einzusetzen.
Englische Tastatur

Viele Grüße aus Portsmouth

Rica 🙂

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