Halbzeit auf Malta 🇲🇹

Good evening from Malta,

die zweite Hälfte unseres Auslandspraktikums ist nun angebrochen und der Heizstrahler in der Wohnung läuft auf Hochtouren. 🔥

Mittlerweile haben wir uns mit dem anfangs schwer verständlichen maltesischen Akzent vertraut gemacht und das Verstehen und Unterhalten fällt uns leichter.
In unserer Behörde haben wir eine gewisse Routine bekommen, die Arbeitsabläufe verstehen wir nun besser und an die fremde Arbeitsatmosphäre haben wir uns gewöhnt.
Da Malta sehr christlich lebt, findet monatlich eine Messe in der gegenüber liegenden Kirche statt, zu der die ganze Behörde geht. Der Osterschmuck ist bereits aufgebaut, jedoch müssen wir feststellen, dass dieser hier definitiv nicht dem gleicht, den man aus unserer Heimat kennt. 🐰

Am vergangenen Montag hatten wir frei, da der gesetzliche Feiertag St. Joseph anstand. Hier in Rabat wurde dies groß gefeiert. Mehrere Straßen wurden geschmückt, Live-Musik gespielt und verschiedene Stände wurden aufgebaut. Abends gab es mehrere wunderschöne Feuerwerke, die durch die Einwohner Rabats finanziert werden.

Außerdem besichtigten wir vergangene Woche die wunderschönen Dingli Cliffs, die Golden Bay und die blaue Grotte. In diese kann man eigentlich mit kleinen Booten hinein fahren, aufgrund der starken Wellen, war dies aber (bisher) nicht für uns möglich.

Dingli Cliffs

Blue Grotto
Golden Bay

Wir betrachteten die St. Pauls Catacomben und auch die römische Villa, was man beides in Rabat findet. Außerdem fuhren wir nach Sliema, wo wir ebenfalls das traumhafte Meer und die schöne Stadt bewunderten.

Sliema

In unserer WG wohnen nun fünf Personen und wir verstehen uns super. Am kommenden Wochenende werden wir gemeinsam nach Gozo fahren. Da es bis zu 23 Grad werden soll, hoffen wir, unsere Füße ins Wasser halten zu können. 😊

Wir wünschen schon jetzt frohe Ostern!

Meike und Alexandra 😊

Mein Resümee nach 3 Wochen arbeiten in Reykjavik

Letzte Woche war ich mit meinen Kollegen Helen und Viðar bei einem Meeting im „Ministry of Education, Science and Culture“. Dort haben zwar alle auf isländisch gesprochen, aber für mich war es trotzdem eine interessante Erfahrung. Es wurde um die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen gesprochen, da es neben IÐAN noch ein weiteres Bildungszentrum in Reykjavik gibt, die sich jedoch nur in eine Richtung („science“) spezialisiert haben.

Am Dienstag war ich mit meinen Kollegen Fjola und Fjalar in der Stadt, da wir für das Studio eine neue Beleuchtungsanlage gekauft haben. Da wir bis Mittags unterwegs waren, entschlossen wir uns kurzerhand, einen Hot Dog beim berühmten „Bæjarins Beztu Pylsur“ („the town‘s best sausages“) zu essen. Schon von weitem ließ sich die Schlange von Touristen und Einheimischen vor dem kleinen, unscheinbaren Imbiss finden. „Ein Muss für deinen Island Aufenthalt. Du darfst dieses Land nicht verlassen, bevor du einen Hot Dog hier gegessen hast“, ließ mich Fjola wissen und lud mich anschließend zum Essen ein. Innerhalb der letzten 3 Wochen habe ich gemerkt, dass das Besuchen von Schwimmbädern (inklusive der „hot tubs“) und das Essen von Hot Dogs ein Muss für jeden Island Aufenthalt ist!

                    

 

Mittwoch Vormittag konnte ich an einem „3D Drucker-Kurs“ teilnehmen. Dieser war ursprünglich für die Kollegen organisiert, da er jedoch auf englisch statt fand, konnte ich spontan auch daran teilnehmen. Nach einer kurzen und interessanten Einführung in den Drucker und wie dieser funktioniert konnten wir anschließend selbst mit einem Programm ein Produkt „designen“ und ausdrucken lassen. Es war sehr schwer, mit dem Programm zu arbeiten, weil man darauf achten musste, die richtigen Einstellungen zu wählen und das Produkt richtig zu drehen, damit es wie gewünscht gedruckt werden kann. 

Innerhalb der letzten Wochen hatte ich viel Zeit, Reykjavik auf eigene Faust zu erkunden. Das Konzert- und Opernhaus Harpa, der Warmwasserspeicher Perlan, die Hallgrimskirkja, der Sólfar, das Ráðhús Reykjavíkur, der alte Hafen und die Laugavegur bilden nur einen kleinen Teil meiner Erfahrungen, die ich mit nach Hause nehmen werde.

die Hallgrimskirkja, das Wahrzeichen Reykjaviks
das Konzert- und Opernhaus Harpa
der Sólfar,er soll ein Wikingerschiff darstellen
Blick von der Hallgrimskirkja auf Reykjavik

 

Mein Arbeitgeber: Iðan fræðslusetur. Mein Arbeitgeber, IDAN, ist ein Berufsbildungszentrum, welches im Jahr 2006 aus der Fusion von vier Bildungszentren entstand. Die Hauptaufgaber von IDAN besteht hauptsächlich darin, die Fähigkeiten von Unternehmen und Mitarbeitern in der Automobil-, Bau- und Metallindustrie sowie in der Druck-, Lebensmittel- und Restaurantbranche zu verbessern. Die Bildungs und Berufsberatung bildet einen der zentralen Anlaufstellen. Kurse zu Themen wie Bau und Tiefbau, Metall und Maschinenbau und Grafiken und Medien können im Erdgeschoss des Gebäudes absolviert werden. Darüber hinaus ist es möglich, Gesellenprüfungen („journeymans examination“) abzulegen, die ein Schüler nach dem Abschließen einer Ausbildung beantragen kann.

Man lernt das Land nicht nur durch seine Sehenswürdigkeiten kennen, sondern auch durch viele neue Kollegen, Arbeitserfahrungen und das Untereinander an der Arbeit. Wir haben uns oft über die kulturellen Differenzen, die Entwicklung durch den wachsenden Tourismus in Reykjavik und über die Unterschiede in Deutschland und Island unterhalten. Dadurch lernt man das Land und seine Kulturen durch eine ganz andere Art und Weise kennen. Andererseits merkt man natürlich auch, wo seine Schwächen liegen, lernt damit um zu gehen baut neue Stärken auf! Durch die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit gewinnt man nicht nur an beruflicher Erfahrung, sondern auch an persönlicher Stärke. Das Wichtigste dabei ist, sich zu trauen und zu wissen, dass man sich auf was komplett Neues einlässt. Man macht sich oft zu viele Gedanken – wie komme ich alleine zurecht, wie wird die Arbeit, sind meine Kollegen nett, finde ich mich gut zurecht – Dabei sollte man einfach daran denken, egal, was passieren wird, man wird mit Erfahrungen das Praktikum abschließen, die einen für die weitere persönliche und berufliche Zukunft prägen werden.

 

mein Büro
der Empfang
die Teeküche

 

Ich möchte den Menschen dafür danken, die das Praktikum möglich gemacht haben: Herrn Werner, Mobilitätsberater der Handwerkskammer Kassel, der für die reibungslose Organisation zuständig war. Frau Alberti (Arbeit und Bildung e.V.), die sich um die Finanzierung meines Praktikums gekümmert hat, meinem Arbeitgeber, dem Landkreis Kassel, der mich für die Zeit meines Auslandspraktikums freigestellt hat, und dem Bildungszentrum IÐAN, wo ich mein Praktikum absolvieren konnte. Es ist eine großartige Chance, solche Möglichkeiten wahrzunehmen. 🙂

Liebe Grüße,

Anissa

 

Woche zwei in Vicenza

Meine zweite Woche in Vicenza. So langsam gewöhnt man sich an alles. An die Menschen, die Sprache, die Stadt und vor allem die Arbeit. Ich muss sagen, dass ich meine Arbeit hier wirklich liebe. Meine Kollegen und der Chef sind super. Die Arbeit an sich lustig und lehrreich. Die Kommunikation war nicht immer leicht, doch egal wie, wir haben es bisher gut hinbekommen. Ich bereue keine Sekunde hier zu sein. Um es kurz zu fassen: Ich bin glücklich. Das ist das was wirklich zählt. An der Arbeit haben wir uns schon ein wenig eingespielt. Klar, dass man am vierten Tag noch nicht alles kann und weiß, aber ich habe mein bestes gegeben. Morgens gegen sieben Uhr, trinken wir alle erst ein mal einen Kaffee zusammen. Ich finde, das schweißt schon sehr zusammen. Man unterhält und lernt sich besser kennen. Ich schätze meine Arbeit und meine tollen Kollegen.

Ich denke, das was noch wichtig ist die Tatsache, dass ich wirklich geflasht war, als ich die Bäckerei betreten habe. Sie ist so schön eingerichtet und die Produkte, die dort verkauft werden, sind qualitativ sehr hochwertig und sie schmecken sehr gut. Der erste Eindruck zählt. Es wird allem mit Liebe hergestellt, präsentiert und verkauft. So etwas macht mich fröhlich.

Panificio Zuccon ist ein wirklich sehr schöner Betrieb. Diese Familie ist so lieb und schließt einen sofort ins Herz. Solche Menschen sind die Besten!

Die Woche verging durch den Spaß am Arbeiten und Lernen wirklich schnell.

Als ich am Montag, 19.03, an die Arbeit kam, sagte Cristiano, er hätte einen Brief für mich, den ein andere Azubi geschrieben hat, der in einer anderen Bäckerei arbeitet. Ich versuchte ihn zu lesen, aber es war so unordentlich, dass ich leider nichts erkennen konnte. Ich steckte ihn in meine Tasche und vergaß, dass ich ihn hatte. Drei Tage später, also am Donnerstag, ging ich mit Giuseppe in die Stadt und wir waren in einem Schuhladen. Dort trafen wir zwei Leute die deutsch sprachen. Ich habe sie gar nicht mitbekommen, bis Giuseppe die beiden ansprach und fragte, ob sie hier Urlaub machen. Daraufhin meinte der Mann, dass sie ein Praktikum mit Eurocultura machen. In dem Moment ist mir der Brief eingefallen und ich fragte, ob er der wäre, der mir diesen hinterlassen hat. Er bejate. Wir haben uns noch nie vorher gesehen und dann durch Zufall an diesem Tag. Wir kamen ins Gespräch, tranken dann noch einen Aperol Spritz und die beiden nahmen uns mit zu ihren Freunden. So lernten wir noch einige Leute kennen, die wirklich sehr sehr nett waren/sind. Abends gingen wir Pizza essen und lernten uns noch weiter kennen. Leider flogen alle aus der Gruppe am Samstag nach Hause, so hatten wir nur den einen Tag mit ihnen. Wir tauschten vorher aber unsere Nummern aus, so dass wir in Kontakt bleiben können!
Solche Zufälle sind doch die Besten. Selbst am nächsten Tag war ich noch so begeistert und erfreut, dass wir die beiden durch Zufall getroffen haben.

Am Wochenende war ich mit Giuseppe und Daniel in Mailand. Wir waren lang unterwegs, aber es hat sich definitiv gelohnt. Wir hatten viel Spaß und konnten viel sehen. Die zwei sind echt gute Menschen. Ich bin froh, dass wir uns so gut verstehen und unsere freie Zeit gemeinsam verbringen..

Wir drei haben immer so viel Spaß und Freude, das ist unglaublich. Wir kennen uns erst zwei Wochen, aber mir kommt es schon so viel länger vor. Nochmals danke meine lieben. Ihr macht die Zeit hier noch viel besser.

Bisher sind zwei Wochen um. Ich muss jetzt sagen, dass ich noch immer glücklich und zufrieden bin. Ich freue mich definitiv auf die kommende Zeit!

– Laura

 

 

Die erste Woche in Vicenza

Nach langer Wartezeit und mit viel Nervosität ging es am 11.03 endlich nach Italien. Ich war ziemlich lang unterwegs, weshalb ich nicht wirklich entspannen konnte, aber die Fahrt war doch ganz angenehm. Wenn man mit dem Zug reist, sieht man viele Städte und Landschaften, die sonst meist unentdeckt bleiben.

Mein erster Aufenthalt, nach etwa drei Stunden Zugfahrt, war in München. Es ist eine wunderschöne Stadt, mit vielen netten Menschen. Ich hatte etwa 45 Minuten Zeit um mein Gleis zu finden und um mir einen kleinen Snack zu holen. All das hat natürlich ganz gut geklappt. 15 Minuten vor Abfahrt stand der Zug bereits da und ich beschloss, meinen Platz zu suchen und mich zu setzen. Ich wusste, diese Fahrt wird lang, denn bis nach Vicenza musste ich noch etwa sechs Stunden fahren.

Ich versuchte mich ein wenig an das Italinische und lernte Basics wie „Wie geht es dir?“, „Hallo“, „Tschüss“ und und und. Das hat alles ganz gut geklappt, denn Wochen bevor ich fuhr, habe ich schon angefangen zu lernen Doch je näher ich Vicenza kam, desto nervöser wurde ich und ich vergaß wieder alles. Ich fing von neuem an zu lernen. Denn ohne ein bisschen sprechen zu können, wollte ich nicht ankommen. Bis dahin lief alles wirklich gut und zwischenzeitlich genoss ich wirklich die Aussicht.

 

 

 

 

 

Nach langer Zugfahrt bin ich auch endlich an meinem eigentlichen Zielort angekommen. Aber was wäre das für eine Reise ohne meine Tollpatschigkeit. Der Zug hielt an der Haltestelle Vicenza, ich stand mit noch ein paar Leuten an der Tür, doch diese ging nicht auf. Panik stieg in mir auf. Das war definitiv nicht geplant. ich versuchte an eine andere Tür zu gelangen, aber diese war zu weit entfernt und der Zug fuhr weiter. Blöd gelaufen. Gut dass ich eine Ansprechpartnerin bei Eurocultura hatte und sie sagte mir direkt, mit welchem Zug ich zurück fahren kann. Gesagt, getan. Mit etwa fünf Minuten verspätung kam ich dann an unserem Treffpunkt an. Dort wartete Marta (Mitarbeiterin von Eurocultura) und Liliana (meine Gastmama) auf mich. Sie stellte uns einander vor und wir fuhren nach Hause. Dort wartete ein Essen auf mich. Wir aßen, unterhielten uns und dann ging ich auch schon zu Bett. Der Tag war lang und ich sehr müde.

Am nächsten Tag sollte ich zu einem Treffen mit Eurocultura. Ich war nervös, denn alleine in einer fremden Stadt ist oft nicht einfach (mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt). Als ich dort ankam, saß in dem Raum schon ein junger Mann, sein Name ist Giuseppe, er ist 20 Jahre alt und ist genau wie ich, vier Wochen in Vicenza. Er lernt gerade den Beruf Maler und ist im zweiten Lehrjahr. Wir saßen einige Zeit und unterhielten uns. Dann kam noch ein junger Mann in den Raum, es war Daniel, ebenfalls 20 Jahre. Er ist für fünf Monate hier und hat schon ausgelernt. Es war schon spannend die beiden kennenzulernen. Mittlerweile verstehen wir uns super gut und sind gute Freunde geworden. Nach dem Gespräch sind wir drei mit Marta in ein Café. Dort tranken wir einen Kaffee und gingen dann. Daniel, Giuseppe und ich waren dann noch ein wenig einkaufen. Am Nachmittag sind Daniel und ich spazieren gegangen um die Stadt ein wenig kennenzulernen. Es war wirklich schön und das Wetter ist nach wie vor super!!

 

 

 

 

 

Am 13.03 hatten wir ein kleines Vorstellungsgespräch. Natürlich war ich nervös aber ich war gut vorbereitet und dachte, es kann nichts schief gehen. Naja, wie auch immer. Als ich vor meinem Chef, in dieser wunderschönen Bäckerei stand, hatte ich alles vergessen was ich sagen wollte. Gut dass ich mir Notizen gemacht habe. So konnte ich doch noch etwas erzählen. Das Gespräch ging nicht lang, weshalb ich wieder früh zu Hause war. Mittags, als die beiden Jungs mit ihrem Gespräch fertig waren, trafen wir uns und aßen eine Pizza zu Mittag. Sie war unfassbar gut. Dafür war das Wetter nicht mehr so gut. Es fing an zu regnen. Nicht so motivierend, denn am Nachmittag hatten wir eine Stadtführung. Glücklicherweise wurde das Wetter besser und wir konnten die Führung genießen. Vicenza ist eine wundervolle Stadt.

Nach der Führung ging es nach Hause und direkt ins Bett. Ich musste am nächsten Morgen um 02:00 Uhr aufstehen, denn mein erster Arbeitstag begann. Wenn ich jetzt sage, dass ich aufgeregt war, ist das wahrscheinlich untertrieben. Ich war gespannt auf meine Arbeit, auf meine Kollegen und natürlich auf alles neue, was ich sehe oder lerne. Der Tag ging so schnell rum, ich war schon leicht traurig, als ich nach Hause sollte. So viel Spaß am Lernen und Arbeiten hatte ich lange nicht mehr. Vieles war anders, denn wenn man von einer großen Bäckerei in eine kleine kommt, muss man sich erstmal an die Herstellung und an die Mengen gewöhnen. Aber es ging. Die ersten drei Arbeitstage vergingen so schnell. Mein erstes Wochenende in Vicenza. Am Samstag fuhr ich mit Daniel und Giuseppe nach Venedig. Diese Stadt hat mich so verzaubert. Ich glaube, ich habe noch nie eine so schöne Stadt gesehen. Wir verbrachten dort den ganzen Tag, aßen zu Mittag und später gab es noch ein Eis (das beste, welches ich in meinem ganzen Leben je gegessen habe). Am Abend fuhren wir zurück und gingen nach Hause.

Sonntag waren wir einfach draußen. Saßen in einer Bar und tranken ein Bier und aßen ein Stück Kuchen. Die Zeit mit den Beiden schätze ich sehr, denn sie sind sowas wie eine Stütze. Wenn man lange und weit von der Familie und den Freunden weg ist, braucht man jemanden, der in der Nähe ist. Mit dem man reden oder sich ablenken kann. Danke an euch, ihr seid wirklich toll!!

-Laura

 

Drinnen kälter als draußen in und um Reykjavik

Die zweite Arbeitswoche in Island fing genau dort an, wo die erste endete – an den großen Anlagen im Hühnerschlachthof. Nach 30 Zylindern hatte sich bei mir endlich eine Routine eingeschlichen und die Arbeit ging leichter von der Hand. Allerdings waren damit auch alle Verdichter abgearbeitet. Nach 5 Tagen mit den selben Aufgaben (und am selben Ort) war das aber auch okay.

Die Abwechslung ließ nicht lange auf sich warten. Die Aufgabe klang zwar vertraut – Kältemittel auffüllen – war aber nicht das eigentlich Interessante. Es ging zu einem Kühllager.


Etwa 10 Meter Deckenhöhe und -20°C Raumtemperatur

Und dort mussten wir hoch – samt Werkzeug und Kältemittel

 

 

 

 

Das einzige Hilfsmittel: Ein Seil

 

Oben angekommen bot sich ein bekanntes Bild, drei halbhermetische Hubkolbenverdichter, wie letzte Woche schon im Supermarkt. Vertrautes Terrain also. Während das Kältemittel in die Anlage gesogen wurde kümmerten wir uns noch um ein Automatiktor an der Kühlhalle, das nicht mehr zuverlässig öffnete und sich öfter in der Führungsschiene verhakte. Nachdem wir die Zugbänder nachjustiert hatten, war dieses Problem aus der Welt. Die mittlerweile geleerten Kältemittelflaschen wurden wieder abgelassen und ins Auto verladen. Dabei wies mich mein Kollege auf die Außeneinheit hin, an der am Folgetag nach einer Undichte gesucht werden sollte. Diese befand sich an der Hallenwand, ebenfalls in 10 Metern Höhe ohne irgendeine Zugangsmöglichkeit, daher wurde dafür eine Hebebühne bestellt.
Anschließend ging es weiter zu einem Supermarkt, in welchem die Salatbar regelmäßig vereiste. Nachdem wir die Fühler und Lüfter als Verursacher ausschließen und auch in der Programmierung keine Fehler finden konnten, bemerkten wir, dass die Luftgitter einfach durch Lebensmittelreste verklebt waren und dadurch der einwandfrei funktionierende Fühler nicht mit der kalten Luft versorgt werden konnte, die veranlasst hätte, die Anlage auszuschalten. Nachdem dieses gereinigt war, wiesen wir die Mitarbeiter darauf hin, in Zukunft auf den Zustand des Lüftungsgitters zu achten.
Außerdem gab es im Kassenbereich noch einen Getränkekühler, der nicht mehr funktionierte. Direkt beim Anschließen des Manometers fiel auf, dass hier definitiv Kältemittel fehlte, da die Drücke viel zu gering waren.
Also lautete die Aufgabe einmal mehr: Kältemittel aus dem Auto holen und auffüllen. Da aber noch ein Rest an Kältemittel in der Anlage war und es sich hierbei um eine Kapillarrohr-Anlage handelte erklärte mir mein Vorgesetzter, wie ich ohne das Kältemittel abzuwiegen die Anlage korrekt befüllen kann. Dazu musste ich mir nur Gedanken über die Umgebungs- und die gewünschte Trinktemperatur der Cola im Kühler machen. Beim Abklemmen des Manometers fiel mir direkt auf, weshalb die Anlage nicht mehr funktioniert hatte. Ein Schraderventil war locker. Dieses wieder angezogen, wird die Anlage jetzt hoffentlich wieder sehr lange problemlos laufen können.

Am nächsten Tag ging es mit einem Kollegen los, der gerade von der Arbeit auf den Färöer Inseln zurückgekehrt war. Erste Station war eine Schulkantine, in der der Tiefkühlschrank nicht mehr richtig funktionierte. Grund dafür war, dass er überfüllt war und somit die kalte Luft nicht mehr in das Innere des Kühlschranks gelangen konnte, da die Lebensmittel bis an das Lüftergitter gestapelt waren. Wir enteisten den Verdampfer und machten uns auf zu einer Eisdiele, bei der wir ausnahmsweise keine Aufgabe hatten, die mit Kälte zu tun hatte. Ein Schlauch der Spülmaschine war defekt und wurde kurzum getauscht.
Folgend kam noch die Meldung, dass im Kühllager eines Supermarkts der Boden vereist war. Die unheilvolle Nachricht ließ uns das Schlimmste vermuten: Ein komplett vereister Verdampfer und/oder ein verstopfter Siphon an der Kondensatwanne.

 In der Tat bewahrheitete sich dieser Verdacht auch.

 

 

 

 

 

Mit Hammer und Meißel ging es dem Eis an den Kragen

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach knapp 2 Stunden schweißtreibender Arbeit im Tiefkühlraum hatten wir den Verdampfer vom Eis befreit und eine neue Siphon-Heizung eingebaut. Nun war aber wirklich Zeit fürs Wochenende.

Als ich meinem Chef ein schönes Wochenende wünschen wollte, fragte er mich, ob ich denn einen Firmenwagen haben möchte. Auf die Frage wofür antwortete er, dass ich doch etwas vom Land sehen solle und das Auto gern auch Privat nutzen dürfe. Das habe ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen und bin in der selben Nacht noch an den Fuß eines Vulkans vor Hafnarfjörður gefahren, da die Chancen für Nordlichter recht gut standen. Was soll ich sagen, es hat sich gelohnt!

Washington D.C.

Letztes Jahr im Juni hatte ich die Chance das Abgeordneten-Büro von CDU’ler Thomas Viesehon zu besuchen. Dieser war, bis zu den vergangenen Bundestagswahlen, mein Pate des parlamentarischen Patenschafts Programm (PPP). Dieser Besuch im Bundestag hat mir gute Einblicke hinter die Kulissen unseres Parlaments und in den Alltag eines Politikers gegeben. Anfang März hatte ich erneut die Chance das Büro eines Politikers zu besuchen. Nur diesmal in Washington D.C. und von dem Republikaner Tom Emmer, der den Distrikt vertritt in dem ich gerade lebe: St. Cloud, MN.

Im deutschen Bundestag Juni 2017

Im Rahmen meines Austauschprogrammes fand Anfang des Monats das Zwischenseminar in D.C. statt. Nach genau sieben Monaten kamen wir Teilnehmer alle wieder zusammen. Einige der anderen Teilnehmer hatte sich in den letzten Monaten schon wiedergesehen, um zusammen zu reisen, um Silvester zu feiern oder einfach, weil sie in der Nähe von einander leben. Für mich war es hingegen das erste Mal seit dem Einführungsseminar in New York City, dass ich die meisten wiedergesehen habe. Genau drei andere Teilnehmer hatte ich während der letzten Monate zu Gesicht bekommen und ansonsten auch wenig Kontakt gehalten. Dieses Seminar hat mich aus meiner kleinen neuen Welt, die ich mir in St. Cloud eingerichtet habe, ein wenig herausgerissen. (Mittlerweile bin ich dort aber wieder sehr gut angekommen.)

In Tom Emmers Büro

Auf dem Programm standen einige Reden zum Beispiel über die Bedeutung des Ehrenamts hier in den USA, Meinungsfreiheit und wie die amerikanische Regierung aufgebaut ist, sowie ein Besuch im State Department und dem Capitol. Neben diesem offiziellen Programm stand aber auch eine Trolley Tour am ersten und ein Basketballspiel am dritten Abend an. Durch die Tour hatten wir die Möglichkeit viele der unzähligen Monumente und Denkmäler zu sehen (unter anderem auch das Weiße Haus). Zudem haben wir uns das Newseum angeschaut in dem man in das Amerika des letzten Jahrhunderts bis heute eintauchen kann und sich dementsprechend Nachrichtenbeiträge aus der Zeit aber auch Dinge wie Überreste der Twin Towers anschauen kann. Besonders stolz wurde uns von Mitarbeitern dort erklärt, dass sie auch einen Teil der originalen Berliner Mauer im Museum haben.

Washington D.C. ist eine sehr schöne Stadt und reich an Geschichte, also in vielerlei Hinsicht das Gegenteil der meisten amerikanischen Städte. Tatsächlich hat sie mich an einige deutsche Städte erinnert, wie Leipzig und Dresden. Die Stadt erschien mir sehr offen und weitläufig, was ich nach dem Einführungsseminar in New York City wirklich sehr genossen habe. Es gibt dort keine Türme, keine Skyscraper wie in New York. Es gibt wenig schattige Straßen und die meisten sind breit und gut überschaubar. Ich hatte zwischendurch immer mal wieder das Gefühl in einer europäischen Stadt unterwegs zu sein. Vielleicht kam dieses Gefühl auch dadurch zustande, dass von unserem Hostel aus das meiste zu Fuß zu erreichen war und wir ansonsten das U-Bahn-Netz genutzt haben, was in Washington D.C. gut ausgebaut ist. Ehrlich gesagt habe dort gemerkt, wie sehr ich es vermisse ohne Auto flexibel sein zu können.

Mit Elizabeth Latham (Bureau of Education and Cultural Affairs)

Ein besonderer Tag für mich, der an dem wir das State Department besucht haben. Das „Bureau of Education and Cultural Affairs“ des U.S. Department of State ist dafür verantwortlich, dass es unser Programm gibt. Sie sorgen dafür, dass der Congress darüber Bescheid weiß, die Gelder für die Stipendien genehmigt und natürlich vieles mehr. Diese Abteilung ist für insgesamt ca. 150 Austauschprogramme zwischen den USA und der Welt zuständig. Wir wurden eingeladen uns mit der ehemaligen Leiterin dieser Abteilung zu unterhalten, sowie mit einem Mitglied der deutschen Botschaft. Außerdem war das der Tag an dem wir unseren amerikanischen Patenabgeordnenten kennenlernen sollten. Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man mit einer Gruppe gut angezogener Leute in diesem großen Sitzungssaal ist und mit Fachleuten über Politik spricht. In diesen Momenten bin ich wirklich stolz, dass ich eine Teilnehmerin des 34. PPP bin. Noch mehr habe ich mich aber über die Auszeichnung als „Participant of the Month, Marth 2018“ gefreut. Jeden Monat wählt das State Department einen Teilnehmer aus all ihren Programmen aus. Für den Monat März wurde zum ersten Mal auch Cultural Vistas gebeten einen Teilnehmer meines Programmes auszuzeichnen und ihre Wahl fiel auf mich. Schon allein, dass meine Organisation der Meinung war, dass ich die Programmziele gut verfolge hat mich gefreut, dass aber auch die zuständige Abteilung des State Department dieser Meinung ist, gibt mir schon ein gutes Gefühl. (Den Artikel von State Department dazu gibt es hier: http://www.usagermanyscholarship.org/news-and-events/article/?article_id=10088)

Capitol Hill

Zum Abschluss besuchte ich dann das Büro von Tom Emmer. Leider habe ich ihn nicht persönlich kennen lernen können, da er spontan zu einer Abstimmung gerufen wurde. Trotzdem nahm sich einer seiner Mitarbeiter Zeit mich kennenzulernen und so unterhielten wir uns etwa zwanzig Minuten über das Wetter in Minnesota, Eishockey und die Unterschiede zwischen der deutschen und amerikanischen Regierung. Für mich persönlich war es ein wirklich gelungener Abschluss.

Obwohl es wirklich entspannend war einige Tage nicht zu arbeiten und keinen Schnee zu sehen, war ich wirklich glücklich wieder in Minnesota zu landen und mich auf den Weg nach St. Cloud zu machen, merke ich doch immer mehr, wie wohl ich mich hier fühle.

Das Zertifikat

Messebesuch, Interviews führen und Excel auf isländisch

Góðan daginn aus Island,

Letzten Sonntag hatte ich die Möglichkeit, bei der Messe „Verk og vit“ auszuhelfen, bei der mein Arbeitgeber „IÐAN“ einen eigenen Stand hatte. Meine Kollegin Arndis hat mich um 11 Uhr abgeholt und wir fuhren anschließend gemeinsam in eine große Sporthalle, in der die Messe statt fand. Dort haben sich verschiedene Firmen vorgestellt. Bevor die Veranstaltung begann, hatten wir genügend Zeit, unseren Stand aufzubauen, Broschüren auszulegen und die anderen Stände zu besuchen. Unsere Aufgabe war es, Informationen über „IÐAN“ weiterzugeben und Fragen zu beantworten. Gegen Mittag füllte sich die Halle schnell, wir hatten viel zu tun und viele Besucher haben mich auf isländisch angesprochen und Fragen gestellt – da hier jedoch jeder Englisch sprechen kann, gab es keine Probleme bei der Verständigung 😉

Der Stand von IÐAN

 

 

 

 

An einem meiner ersten Tage durfte ich Fragebogen auswerten, die jeder Teilnehmer nach einem absolvierten Kurs ausfüllen kann. (IÐAN ist ein Bildungszentrum, in dem Kurse absolviert werden können). Dazu hat mir meine Kollegin zunächst alle „Kategorien“, die es zu bewerten gab, übersetzt und erklärt. Schritt für Schritt sind wir alles einzeln durchgegangen und ich habe mir Notizen gemacht. Anschließend habe ich alle Bewertungen (der Schüler und Lehrer) eintragen und auswerten können. Teilnehmer konnten außerdem ihre eigene Meinung auf dem Blatt ergänzen – für mich war es oft schwierig, die richtigen Worte zu lesen und anschließend in die Tabelle einzutragen. (Dabei konnten mir dann meine Kollegen helfen 😀 )

Excel auf isländisch 😉

Am Mittwoch hatte ich die Möglichkeit, mit meinen Kollegen Fjola und Fjalar zusammen zu arbeiten. Sie verwalten das „social media departement“. Im Studio, das sich im Erdgeschoss des Gebäudes befindet, wurde ein Interview für den „international happiness day“ gedreht, das auf der Facebook Seite von IÐAN veröffentlicht werden soll. Mit viel Mühe, Geduld, Kreativität und vor allem viel Zeit haben wir das Interview geschnitten und bearbeitet. Dabei konnten wir uns viel unterhalten und Fjolar und Fjalar haben ein paar deutsche Wörter gelernt 😉

Interview hinter dem „greenscreen“, um anschließend einen passenden Hintergrund einfügen zu können.

Liebe Grüße,

Anissa

 

Die erste von vier Wochen in Island

Nach langer Vorfreude war es vergangenen Sonntag endlich so weit. Gegen 14 Uhr Ortszeit (also eine Stunde früher als in Deutschland) setzte die Maschine zum Landeanflug an und nach den 4 Stunden Blindflug von Wolke zu Wolke klarte es das erste mal auf und es bot sich ein atemberaubender Blick auf die Landschaft direkt vor Keflavik – dem größten Flughafen Islands.

Jetzt mag man sich gerade bei diesem Anblick fragen, wozu brauchen die Isländer Mechatroniker für Kältetechnik? Dazu aber später mehr.

Víðar, ein Mitarbeiter des Bildungszentrums IÐAN hat mich netterweise am Hotel Viking (Fjörukráin) abgeholt und zu meinem Hostel in Hafnarfjörður gebracht. Die Stadt liegt direkt südlich von Reykjavík. Am nächsten Morgen hat mir Víðar dann die wichtigsten Orte in der Stadt gezeigt, unter anderem relevante Bushaltestellen, das Stadtzentrum und zwei seiner liebsten Bäder.
Anschließend ging es weiter nach Reykjavík. Dort gab es quasi Sightseeing im Schnelldurchlauf, sowie einen Zwischenstopp mit Kaffee und einem Snack bei IÐAN. Als letzter Punkt auf der Tagesordnung brachte Víðar mich zu meiner Arbeitsstelle, der Firma Frost im Gewerbegebiet, direkt um die Ecke meines Hostels.

Ungewöhnlich aber sofort als gut befunden habe ich die Tatsache, dass nicht nur im Hostel sondern auch auf der Arbeit die Schuhe direkt nach der Eingangstür ausgezogen werden und im Büro, dem Aufenthaltsraum und der Küche nur Haus- oder eben gar keine Schuhe getragen werden.

Wie der Zufall es will gibt es unter meinen Kollegen einen Schweizer, der letztes Jahr angefangen hat für die Firma auf Island zu arbeiten. Ihn durfte ich auch direkt die ersten 2 Tage begleiten. Wir haben in verschiedenen Supermarkt-ketten Kühltheken enteist und bei zwei Anlagen Kältemittel aufgefüllt, damit diese wieder zuverlässig arbeiten können.


Abgesehen von der Größe (Werkzeug vorn als Größenvergleich) war das nichts neues für mich

Kurz darauf ging es aber ans Eingemachte. Ein anderer Kollege meinte am nächsten Tag, dass ich ihn jetzt die restliche Woche unterstützen soll, es ginge auf einen Schlachthof. 10.000 Hühnchen soll es da jeden Tag an den Kragen gehen.


Während des Betriebs wollte ich nicht unbedingt ein Foto machen

Damit das Fleisch auch direkt gekühlt und/oder gefroren werden kann stehen im Maschinenraum sechs große Verdichter.

Unsere Aufgabe? Eine 10.000h-Wartung. Nach 10.000 Betriebsstunden muss ein Ölwechsel gemacht werden und so ziemlich sämtliche Dichtungen getauscht werden. Gerade beim öffnen der Anlage sagt mir mein Kollege: „Don’t breath!“
Was er meinte, war ich sollte nicht tief einatmen, da sich gerade in diesem Augenblick die Reste des Ammoniaks (das Kältemittel dieser Anlage – R717) verflüchtigten und ein beißender Geruch wahrnehmbar war.

Ein Zylinder war beschädigt und musste wieder plan geschliffen werden, damit es nicht zu Folgeschäden an der Anlage kommt.

Alles gereinigt, von Ablagerungen befreit, neu geölt und mit neuen Dichtungen versehen wurde Verdichter Nummer eins wieder zusammengesetzt.

Anschließend wurde er noch entlüftet. Das soll heißen, er wurde einmal mit Ammoniak gefüllt und dieses dann abgelassen um die Fremdgase (Luft) loszuwerden. Folgend mussten wir warten, bis das Öl Betriebstemperatur erreicht hatte, was zu unser beider Freude hieß: Kaffee trinken!

Bei der Gelegenheit wollte ich mehr über die Anlage erfahren, an der wir arbeiteten. Gespräche waren dank Gehörschutz nämlich bisher Mangelware. Als ich über die drei Tonnen Ammoniak im Kreislauf nicht schlecht gestaunt hatte, wurde ich belächelt und hinzugefügt, dass es sich hier um eine kleine Anlage handele. Mir wurden noch ein paar Bilder von neuen Anlagen in Norwegen gezeigt, bei denen es bis nahe an die 100 Tonnen Ammoniak reichte.
Nach der Inbetriebnahme des Verdichters warteten wir noch, bis die Sauggastemperatur von -40°C erreicht wurde. Und genau diese -40°C  sind der Grund, wieso man sogar in Island Kältetechniker braucht!

So ging eine spannende Arbeitswoche für mich zu Ende und ich hatte endlich die Zeit mir die Gegend rund um Hafnarfjörður anzuschauen, Bouldern zu gehen und natürlich die Seele in einem Bad baumeln zu lassen.

In diesem Sinne:

Liebe Grüße

Felix

Eine aufregende Woche

Hello again aus Malta,

die erste Woche ist nun vergangen und hat schon jetzt viele neue Eindrücke und interessante Erfahrungen mit sich gebracht. 😊

Dienstag war unser erster Arbeitstag. Um 08:30 Uhr trafen wir uns mit George an der Bushaltestelle. Er erklärte uns, welche Busse wir nehmen können und dass wir Handzeichen geben müssen, damit der Bus hält. Der gesamte Weg zur Behörde dauert etwa eine Stunde.

Kaum waren wir im Bus eingestiegen, merkten wir, dass es hier rasanter zugeht. Nach ein paar Minuten Fahrt machte der Busfahrer eine Vollbremsung, weil er eine rot werdende Ampel noch überqueren wollte, das Auto vor ihm aber nicht. Einige Passagiere verletzen sich leicht und die Taschen flogen durch den Bus. Direkt bemerkte man das maltesische Temperament, da viele den Busfahrer beschimpften und lautstark diskutierten. 😁

Die Behörde, in der wir für vier Wochen unser Praktikum absolvieren dürfen, heißt L.E.S.A. (Local Enforcement System Agency) und ist in Pietà. L.E.S.A. ist mit einem Ordnungsamt gleichzusetzen. Hier werden z. B. Strafzettel bei zu schnellem Fahren oder falschem Parken ausgestellt, Widersprüche bearbeitet und die Kosten abgerechnet.

Am ersten Tag lernten wir Stephen kennen, der unser Ansprechpartner bei L.E.S.A. ist. Er stellte uns gleich den Kollegen vor, von denen wir sehr freundlich empfangen wurden. Wir lernten die Büroräume kennen und unseren Arbeitsplatz für die nächsten vier Wochen. Im Büro angekommen wurden wir von einer Räucherstäbchenwolke und mittelalterlichen Musik begrüßt.

Während man uns unsere erste Aufgabe erklärte, wurden wir hektisch von einer Kollegin geholt. Sie bat uns, schnell auf die Straße zu gehen, da sich vor der Behörde ein Unfall ereignet hatte. Ein kleiner Junge wurde von einem Auto erfasst und wir sollten den Eltern, die nur deutsch verstanden, übersetzen, wie die Notärzte den Jungen behandeln werden. Nach diesem Schock gingen wir zurück in das Büro und bearbeiteten die uns aufgetragenen Aufgaben.

Unser Arbeitstag beginnt um 9 Uhr und endet um 17 Uhr. Für die Mittagspause steht uns eine Stunde zu Verfügung, die wir in der Sonne verbringen. Momentan genießen wir stürmische 19 Grad, die sich leider deutlich kälter anfühlen.

Nach einer viertägigen Arbeitswoche dürfen wir uns wieder auf ein langes Wochenende freuen. Montag ist St. Joseph, ein gesetzlicher Feiertag, bei dem Jesus Vater geehrt wird. Bei uns in Rabat wird dieser groß gefeiert, weshalb einige Gassen aufwendig geschmückt sind. Das ganze Wochenende wird dort Livemusik gespielt und abends Feuerwerk gezündet.

Kirche St. Joseph

Heute haben wir einen Ausflug nach Valletta gemacht, was mit dem Bus leicht zu erreichen ist. Hier ein paar Eindrücke der europäischen Kulturhauptstadt 2018:

Nun genießen wir den letzten Abend zu zweit und sind gespannt auf den neuen Mitbewohner, der ab morgen unser Apartment aufmischen wird.

Liebe Grüße 😊

Alexandra & Meike

Das Land aus Feuer und Eis – 3 wöchiges Praktikum in Island

Zwischen Geysiren, heißen Quellen und jeder Menge öffentlicher Schwimmbäder befindet sich die nördlichste Hauptstadt Europas, Reykjavik. Rund 60% der gesamten Bevölkerung leben dort. Am 05.03. ging es für mich auf die große Reise. Von Frankfurt aus nahm ich das Flugzeug zum Flughafen in Keflavik, der etwas außerhalb der Innenstadt liegt. Schon dort erwartete mich das typisch isländische Wetter: sonnig, nicht zu kalte Temperaturen, aber starker Wind! Das Wetter hier in Island kann sehr unbeständig sein, die Temperaturen fallen aber selten unter minus 7 Grad.

Viðar, ein Arbeitskollege, hat mich am Flughafen abgeholt und fuhr mich anschließend zu meiner Unterkunft. Dort hatte ich genügend Zeit, mich einzuleben und die Wohngegend zu erkunden, die direkt neben einem Park liegt. Dort konnte ich bereits viele Islandpferde sehen 🙂

 


Am Dienstag war mein erster Arbeitstag für bei „IÐAN“, einem Bildungszentrum in Reykjavik. Ich wurde sehr nett von Helen empfangen, mit der ich bereits vor meinem Praktikum Email Kontakt hatte. Auf Englisch erklärte sie mir die wichtigsten Informationen über IÐAN. Sehr interessant erschien mir der Fakt, dass die Arbeitslosenquote in Island sehr niedrig ist. Anschließend stellte sie mich allen Kollegen vor, die mich sehr nett empfangen haben. In der Teeküche blieb anschließend Zeit, um ins Gespräch zu kommen. Einige meiner Kollegen waren letztes Jahr in Kassel und so hat man schnell ein Gesprächsthema gefunden. Nach der Einführung fuhr ich mit meinem Kollegen Viðar in die Innenstadt, wo wir zusammen Mittag aßen. Er zeigte mir die wichtigsten Bushaltestellen in der Innenstadt und brachte mich anschließend wieder nach Hause.

Liebe Grüße,

Anissa 🙂