Ein letztes Mal…

Hallo,
diesmal aus Deutschland,

wir wurden heute morgen um 6:30 Uhr am Appartement abgeholt und von einem Taxi zum Flughafen gebracht. Dort merkten wir, dass nicht nur die maltesischen Busse die Pünktlichkeit nicht so genau nehmen. Mit einer halben Stunde Verspätung startete unser Flugzeug in Richtung Heimat. Nach einem angenehmen Flug sind wir um 11:30 Uhr in München gelandet.

In unserer letzten Woche haben wir noch einiges erlebt.
Am Karfreitag sind wir mit der Fähre auf die (fast) unbewohnte Insel Comino gefahren, die nur drei Einwohner hat. Dort sahen wir uns die Blaue Lagune an und trauten uns sogar, kurz ins 15 Grad kalte Wasser zu hüpfen.

Blaue Lagune
Ausblick von Comino auf das Meer

Zurück in Rabat empfing uns eine traurige Stimmung. Die Einwohner hatten sich im Zentrum Rabats versammelt, waren schwarz gekleidet, kaum einer redete und gelacht wurde auch nicht. Alle verfolgten den Karfreitagsumzug, der sogar von Fernsehkameras begleitet wurde. Für uns wirkte dies eher befremdlich.

Für den Ostersonntag hatte George uns einen Trip nach Gozo gebucht. Auf der Insel erwartete uns ein Taxifahrer, der uns zu den schönsten und interessantesten Orten von Gozo brachte. So erklärte er uns, wie beispielsweise das Meersalz gewonnen wird und zeigte uns die Salzgärten.

Die Salzgärten sind links unten zu sehen.

Außerdem sahen wir uns die Überreste des Azure Window an, das letztes Jahr leider bei einem Sturm einstürzte. Dabei wurden wir von einer Welle überrascht und dementsprechend nass. 😉

Bei der Ramla Bay schauten wir uns die Kunst des Kitesurfings an und genossen die Aussicht.

Ramla Bay

Anders als in Deutschland, ist der Ostermontag auf Malta kein gesetzlicher Feiertag, weshalb wir wie gewohnt zur Arbeit gingen. Donnerstag hatten wir unseren letzten Arbeitstag. Wir hatten ein Abschlussgespräch und erhielten ein kleines Geschenk von der Behörde sowie unser Arbeitszeugnis. Nach Feierabend wurden wir von unseren Kollegen zum Abschied in eine kleine Bar eingeladen, wo wir gemütlich zusammen saßen und uns unterhielten.

Unsere Kollegen, in deren Büro wir saßen

Gestern hatten wir Zeit, uns auf die Abreise vorzubereiten und die Koffer zu packen.

Für uns ist es immer noch kaum zu glauben, dass  wir vier Wochen auf Malta verbracht haben, da die Zeit wie im Flug vergangen ist. Diese Insel haben wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen. Wir haben neue Bekanntschaften geknüpft, die über das Auslandspraktikum hinaus gehen, sodass man sich in Deutschland wiedersehen wird.

Wir können dieses Auslandspraktikum nur empfehlen, da man viele neue Erfahrungen sammelt und sicherer im Umgang mit der englischen Sprache wird. Zudem wächst man über sich hinaus und lernt andere Arbeitsweisen kennen.

Liebe Grüße

Meike und Alexandra 😊

Halbzeit auf Malta 🇲🇹

Good evening from Malta,

die zweite Hälfte unseres Auslandspraktikums ist nun angebrochen und der Heizstrahler in der Wohnung läuft auf Hochtouren. 🔥

Mittlerweile haben wir uns mit dem anfangs schwer verständlichen maltesischen Akzent vertraut gemacht und das Verstehen und Unterhalten fällt uns leichter.
In unserer Behörde haben wir eine gewisse Routine bekommen, die Arbeitsabläufe verstehen wir nun besser und an die fremde Arbeitsatmosphäre haben wir uns gewöhnt.
Da Malta sehr christlich lebt, findet monatlich eine Messe in der gegenüber liegenden Kirche statt, zu der die ganze Behörde geht. Der Osterschmuck ist bereits aufgebaut, jedoch müssen wir feststellen, dass dieser hier definitiv nicht dem gleicht, den man aus unserer Heimat kennt. 🐰

Am vergangenen Montag hatten wir frei, da der gesetzliche Feiertag St. Joseph anstand. Hier in Rabat wurde dies groß gefeiert. Mehrere Straßen wurden geschmückt, Live-Musik gespielt und verschiedene Stände wurden aufgebaut. Abends gab es mehrere wunderschöne Feuerwerke, die durch die Einwohner Rabats finanziert werden.

Außerdem besichtigten wir vergangene Woche die wunderschönen Dingli Cliffs, die Golden Bay und die blaue Grotte. In diese kann man eigentlich mit kleinen Booten hinein fahren, aufgrund der starken Wellen, war dies aber (bisher) nicht für uns möglich.

Dingli Cliffs

Blue Grotto
Golden Bay

Wir betrachteten die St. Pauls Catacomben und auch die römische Villa, was man beides in Rabat findet. Außerdem fuhren wir nach Sliema, wo wir ebenfalls das traumhafte Meer und die schöne Stadt bewunderten.

Sliema

In unserer WG wohnen nun fünf Personen und wir verstehen uns super. Am kommenden Wochenende werden wir gemeinsam nach Gozo fahren. Da es bis zu 23 Grad werden soll, hoffen wir, unsere Füße ins Wasser halten zu können. 😊

Wir wünschen schon jetzt frohe Ostern!

Meike und Alexandra 😊

Eine aufregende Woche

Hello again aus Malta,

die erste Woche ist nun vergangen und hat schon jetzt viele neue Eindrücke und interessante Erfahrungen mit sich gebracht. 😊

Dienstag war unser erster Arbeitstag. Um 08:30 Uhr trafen wir uns mit George an der Bushaltestelle. Er erklärte uns, welche Busse wir nehmen können und dass wir Handzeichen geben müssen, damit der Bus hält. Der gesamte Weg zur Behörde dauert etwa eine Stunde.

Kaum waren wir im Bus eingestiegen, merkten wir, dass es hier rasanter zugeht. Nach ein paar Minuten Fahrt machte der Busfahrer eine Vollbremsung, weil er eine rot werdende Ampel noch überqueren wollte, das Auto vor ihm aber nicht. Einige Passagiere verletzen sich leicht und die Taschen flogen durch den Bus. Direkt bemerkte man das maltesische Temperament, da viele den Busfahrer beschimpften und lautstark diskutierten. 😁

Die Behörde, in der wir für vier Wochen unser Praktikum absolvieren dürfen, heißt L.E.S.A. (Local Enforcement System Agency) und ist in Pietà. L.E.S.A. ist mit einem Ordnungsamt gleichzusetzen. Hier werden z. B. Strafzettel bei zu schnellem Fahren oder falschem Parken ausgestellt, Widersprüche bearbeitet und die Kosten abgerechnet.

Am ersten Tag lernten wir Stephen kennen, der unser Ansprechpartner bei L.E.S.A. ist. Er stellte uns gleich den Kollegen vor, von denen wir sehr freundlich empfangen wurden. Wir lernten die Büroräume kennen und unseren Arbeitsplatz für die nächsten vier Wochen. Im Büro angekommen wurden wir von einer Räucherstäbchenwolke und mittelalterlichen Musik begrüßt.

Während man uns unsere erste Aufgabe erklärte, wurden wir hektisch von einer Kollegin geholt. Sie bat uns, schnell auf die Straße zu gehen, da sich vor der Behörde ein Unfall ereignet hatte. Ein kleiner Junge wurde von einem Auto erfasst und wir sollten den Eltern, die nur deutsch verstanden, übersetzen, wie die Notärzte den Jungen behandeln werden. Nach diesem Schock gingen wir zurück in das Büro und bearbeiteten die uns aufgetragenen Aufgaben.

Unser Arbeitstag beginnt um 9 Uhr und endet um 17 Uhr. Für die Mittagspause steht uns eine Stunde zu Verfügung, die wir in der Sonne verbringen. Momentan genießen wir stürmische 19 Grad, die sich leider deutlich kälter anfühlen.

Nach einer viertägigen Arbeitswoche dürfen wir uns wieder auf ein langes Wochenende freuen. Montag ist St. Joseph, ein gesetzlicher Feiertag, bei dem Jesus Vater geehrt wird. Bei uns in Rabat wird dieser groß gefeiert, weshalb einige Gassen aufwendig geschmückt sind. Das ganze Wochenende wird dort Livemusik gespielt und abends Feuerwerk gezündet.

Kirche St. Joseph

Heute haben wir einen Ausflug nach Valletta gemacht, was mit dem Bus leicht zu erreichen ist. Hier ein paar Eindrücke der europäischen Kulturhauptstadt 2018:

Nun genießen wir den letzten Abend zu zweit und sind gespannt auf den neuen Mitbewohner, der ab morgen unser Apartment aufmischen wird.

Liebe Grüße 😊

Alexandra & Meike

Die ersten Tage auf Malta

Hello from Malta,

nach einer aufregenden Fahrt mit dem Zug zum Münchener Flughafen und einem zweistündigen Flug sind Meike und ich gestern Abend sicher und wohlbehalten auf Malta gelandet. Vom Flughafen wurden wir von einer Mitarbeiterin eines Taxi-Unternehmens abgeholt. Diese brachte uns direkt zum Apartment in Rabat.

Dort angekommen, trafen wir auf George und Joe, unsere Ansprechpartner vor Ort. Sie zeigten uns das modern eingerichtete Apartment, welches wir eine Woche alleine bewohnen. Am Sonntag werden dann vier weitere Studenten zustoßen. Das Apartment hat einen großen Wohnbereich mit Küche, drei Doppelzimmer, zwei Badezimmer und zwei Balkone.

Unser Zimmer
Die Küche
Unsere Kuschelecke 😁

Kaum waren George und Joe gegangen, schaffte ich es erfolgreich, den Strom in unserer Wohnung und dem Treppenhaus lahmzulegen. Verzweifelt und mit Handytaschenlampe bewaffnet, schlichen wir ins Treppenhaus, um den Sicherungskasten zu finden. Nach zehnminütiger Suche schalteten wir erfolgreich den Strom wieder an. Wer hätte gedacht, dass ein Handy ein maltesisches Stromnetz ausschalten kann? 🤭

Am Montag hatten wir einen Orientierungstag. Joe holte uns um 11 Uhr ab, um uns den Weg zu den Bushaltestellen, die Innenstadt Rabats und Einkaufsmöglichkeiten zu zeigen. Dann hatten wir die Gelegenheit, uns weiter zu zweit umzuschauen. Wir gingen nach Mdina, die älteste Stadt und früher Hauptstadt Maltas, und erkundeten die schmalen Gassen. Dort besuchten wir kleine Läden, wo viel Handwerkskunst geboten wird. Malta ist für seine Glaskunst bekannt, was wir schnell merkten.

Das Tor nach Mdina

Morgen haben wir unseren ersten Arbeitstag. Um 8.30 werden wir uns mit George treffen, der uns dann zu unserer Behörde bringt.

Meike und ich lassen den Abend nun gemütlich ausklingen und freuen uns auf morgen.

Liebe Grüße

Meike und Alexandra 🙂