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Logoleiste-01

Gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds

Last greetings…

Die letzte Woche meines Auslandspraktikums ist nun vorbei und die Zeit verging wie im Flug. Nach 3 Wochen in Portsmouth bin ich wieder zurück in der Heimat. Oft denke ich an die schöne Zeit zurück, wobei ein bisschen Fernweh aufkommt. Es war toll, nach der Arbeit an den Stand zu fahren und den Sonnenuntergang zu genießen.

Wochenende

Das Wetter war jedes Wochenende fantastisch, wodurch sich die Wochenenden wie Urlaub angefühlt haben. Ich war oft am Stand und habe den Ausblick auf das Meer genossen oder bin zusammen mit anderen Auslandspraktikanten oder Kollegen an der Standpromenade entlang gelaufen. Mir hat das Viertel Southsea sehr gefallen, was direkt an der Küste liegt. Man kann dort nicht nur gut einkaufen gehen, es gibt auch tolle Restaurants, Cafés und Bars. Am Wochenende befindet sich dort ein Markt und ein kostenloses Live Musik Event am Strand vor dem Southsea Castle.

Southsea Castle Lighthouse

Business

Meine Arbeit war nach wie vor interessant. Ich habe weiter an der Vorbereitung für die anstehenden Messen gearbeitet. Es mussten verschiedene Bestellungen für Messestand Equipment vorgenommen werden und älteres Equipment auf Funktionalität geprüft werden. Des Weiteren habe ich Materialien für die Messe wie Broschüren, Flyer oder Werbegeschenke zusammengesucht. Um alle auf den aktuellen Stand zu bringen und zu besprechen, welche Aufgaben noch erledigt werden müssen, hatten wir regelmäßig Meetings.

Auch die Arbeit im Kundenbeziehungsmanagementsystem SugarCRM war sehr interessant, da ich noch nie zuvor mit dieser Software gearbeitet hatte. Grundsätzlich ist sie ähnlich aufgebaut wie das System SAP, was ich bei der Arbeit in Deutschland benutze. Im Gegensatz zu SAP, welches man zur Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse eines Unternehmens wie Buchführung, Einkauf, Verkauf, Produktion und Lager verwenden kann, ist dieses System auf den Kundenkontakt spezialisiert. Man bekommt einen guten Überblick über die Kunden, ihre Standorte und den Interaktionen mit ihnen wie zum Beispiel Telefonate, Mails, Musteranfragen und Downloads von technischen Zeichnungen.

Kundenbeziehungsmanagementsystem SugarCRM

Ich habe mich sehr an die Software Trello gewöhnt. Jeden Morgen öffne ich zuerst Trello, um einen Überblick über meine Aufgaben für den Tag zu bekommen. Trello ist eine web-basierte Projektmanagementsoftware, auf der in sogenannten Boards Karteikarten angelegt werden können. Die Karten können beliebig bearbeitet werden und mit Checklisten, Anhängen sowie einer Deadline versehen werden. Sie können in Kategorien eingeteilt werden wie „Priorität“, „Warten auf Antwort“, „In Bearbeitung“ oder „Abgeschlossen“, welche sich jeweils farblich unterscheiden. Durch die farblichen Markierungen sieht man auf einen Blick, welche Aufgaben Vorrang haben. Ich finde Trello sehr übersichtlich und hilfreich, wenn man an vielen unterschiedlichen Projekten und Messen arbeitet.

Projektmanagementsoftware Trello

Hin und wieder habe ich kleinere Aufgaben übernommen. Harwin hatte Schilder benötig, um das Grundstück als Eigentum zu kennzeichnen. Dafür habe ich mitgeholfen ein Schild zu entwerfen und einer Schilddruckerei eine Anfrage mit den Details geschrieben. Nachdem ich die Antwort der Druckerei erhalten habe, haben wir die Schriftart, Größe und den Preis vereinbart.

Die Firma Harwin PLC

Die Verständigung mit Lieferanten fällt mir immer leichter, da ich täglich mehrere Anfragen und Bestellungen schreibe. Auch meine sprachlichen Kompetenzen haben sich verbessert, da ich die mündliche Kommunikation im täglichen Arbeitsleben trainiert habe und an einigen Meetings teilnehmen durfte.

Ich werde die netten Kollegen und die abwechslungsreichen Aufgaben sehr vermissen und bin froh, dass ich mein Auslandspraktikum dort absolvieren durfte. Die Zeit wird mir immer in guter Erinnerung bleiben.

Dresscode

Der Kleidungsstil unterscheidet sich in England von Firma zu Firma sehr stark. In manchen Firmen sind die Leute locker gekleidet, wie man sich in der Freizeit anziehen würde. Bei mir in der Firma gilt „Smart Casual”. Niemand trägt Jeans an der Arbeit. Männer tragen Anzüge mit Krawatten und Frauen tragen Stoffhosen oder Röcke und Blusen in Kombination mit einem Blazer.

Nicht nur in den Firmen unterscheiden sich die Outfits sehr stark. Auch auf der Straße sind die Leute recht gegensätzlich angezogen. Gerade wenn es ein bisschen wärmer ist, sind einige Leute sehr leicht bekleidet, wobei andere Winterjacken und Stiefel tragen. Auch das generelle Erscheinungsbild und die Gepflegtheit der Menschen weicht stark voneinander ab.

Ceremony of achievement

An meinem letzten Tag in England wurde ich von der Vermittlungsagentur zu einer Abschiedsfeier eingeladen. Einige andere Auslandspraktikanten hatten ebenfalls ihren letzten Tag. Wir beglückwünscht und bekamen ein Zertifikat.

Work Experience Certificate

 

Abreise – Glück im Unglück

Ich war vor meiner Abreise sehr nervös, da die Anreise nicht ganz reibungslos verlief. Vormittags bestellt ich mir ein Taxi, was mich mit meinem großen blauen Koffer zu der Bushaltestation brachte. Der Bus kam mit etwa 30 Minuten Verspätung an. Auf der vierstündigen Fahrt nach London Heathrow erfuhr ich, dass mein Flug annulliert wurde. Das hielt ich erst für einen technischen Fehler in der App des Flugunternehmens, was sich allerdings als traurige Realität herausgestellte. Sofort rief ich bei der Fluggesellschaft an, wo ich nach 20 minütlichem Warten in der Schleife einen Mitarbeiter erreichte. Dieser bot mir einen früheren Alternativflug an, da kein späteres Flugzeug an diesem Tag mehr flog. Aufgrund meines verspäteten Busses hatte ich nahezu keine Chance mehr, rechtzeitig mein Gepäck aufzugeben. Ich erklärte dem Busfahrer meine unangenehme Situation. Da er sich daraufhin sehr beeilte, kam ich zwei Minuten vor Schließung der Gepäckabgabe an der Central Bus Station im Flughafen an.

Mit einer Verspätung von 10 Minuten erreichte ich den Check-In Schalter, der bereits geschlossen war. Ich ging zu ein paar Mitarbeitern, die damit beschäftigt waren Kinderwagen und Rollstühle transportfertig zu machen. Nachdem ich ihnen meine Lage erklärte, nahmen sie glücklicherweise meinen Koffer noch an. Nach den Sicherheitskontrollen suchte ich auf der Anzeigetafel mein Gate, da das Boarding in fünf Minuten beginnen sollte. Dort war lediglich der Hinweis, dass dieses bald angezeigt werden würde. Nach 20 minütigen Warten hatte ich bereits die Befürchtung, dass dieser Flug vielleicht auch abgesagt wird. Zu meiner Erleichterung wurde kurze Zeit später das Gate angezeigt und ich konnte das Flugzeug betreten.

Wir flogen mit einer Verspätung von über 60 Minuten in Richtung Frankfurt, wo mich ein starkes Gewitter erwartete. Nach einer etwas wackeligen Landung bin ich heil in Deutschland wieder angekommen. Ich war froh, als ich endlich meinen Koffer hatte und am Flughafen abgeholt wurde. Dennoch werde ich die Zeit dort ein wenig vermissen, da ich viele Leute kennen gelernt habe und mir die Arbeit auch großen Spaß gemacht hat.

Ankunft in Deutschland

Erfahrungen

Ich konnte viele neue Eindrücke und Erfahrungen in Portsmouth sammeln. Es ist wirklich eine Herausforderung, so ein Praktikum ganz ohne Gruppe zu machen. Bei Problemen muss man sich selbst zu helfen wissen oder Fremde um Hilfe bitten. Das gewohnte Umfeld zu verlassen und sich in ein kleines Abenteuer zu stürzen kostet Überwindung, aber es lohnt sich. Meiner Meinung nach sollte jeder, der die Möglichkeit dazu hat, einmal im Ausland arbeiten.

Ein Dankeschön gilt der Firma Harwin, der Handwerkskammer Kassel, den Bildungswerken der Hessischen Wirtschaft e. V. und meinem Arbeitgeber, der Dr. Schumacher GmbH, die mir das Auslandspraktikum ermöglicht und mich unterstützt haben!

Thank you very much and many greetings,

Sabrina

Hello again!

Meine zweite Arbeitswoche in Portsmouth ist nun vorbei und sie begann mit einem Feiertag, dem Spring Bank Holiday. Er ist einer von drei zusammenhängenden Bankfeiertagen in Großbritannien und Irland und wird jedes Jahr am letzten Montag im Mai gefeiert. Da ich nicht zur Arbeit musste, fuhr ich zusammen mit ein paar anderen Auslandspraktikanten nach Bournemouth, um das schöne Wetter am Meer zu genießen.

Strand in Bournemouth

 

Wetter

Das Wetter ist mittlerweile sehr schön, wenn auch wechselhaft, wie man es von England kennt. Wettervorhersagedienste scheitern hier komplett. Portsmouth hat ein ganz eigenes Klima, wie es auf Inseln typisch ist. Es kann morgens bei 10 Grad regnen und trotzdem nachmittags  28 Grad mit strahlendem Sonnenschein sein. Manchmal fängt es auch an einem schönen Tag plötzlich für 15 Minuten an stark zu Regnen, daher sollte man immer einen Regenschirm dabei haben.

Sonnenuntergang am Hafen

 

Routine

An jedem Arbeitstag gehe ich ca. um 7 Uhr aus dem Haus und laufe zur Bushaltestation, an der dieselben Leute wie jeden Tag mit mir warten. Nach fast 40 Minuten hat sich der Bus endlich durch das Verkehrschaos am Morgen gequält. Ich steige aus und laufe das letzte Stück zur Arbeit. Angekommen öffne ich mithilfe meines Firmenausweises ein Tor und gehe zu meinem Arbeitsplatz. Meine Aufgaben sind in einem Projektmanagementsystem eingepflegt. Um 12:15 Uhr ist Mittagspause. Ich gehe mit ein paar anderen Kollegen in das gegenüberliegende Gebäude, in dem sich der Pausenraum befindet. Nach 30 Minuten Lunch gehen wir zurück an unsere Plätze. Hin und wieder stehen nachmittags Besprechungen an. Um 16:30 Uhr ist Feierabend. Oft kaufe ich noch bei Sainsbury’s ein. Sainsbury’s ist ein Supermarkt, der der Größe amerikanischer Supermärkte sehr nahe kommt. Mit dem Bus fahre ich anschließend in meinen Wohnbezirk zurück. Gegen Abend gibt es bei meiner Gastmutter Dinner. Nach dem Abendessen treffe ich mich noch gerne mit anderen Auslandspraktikanten, um sich auszutauschen und die Stadt zusammen zu erkunden.

Busstaion & Clarence Pier

 

Shoppingmeile

Gunwharf Quays ist ein großes Outlet Center, was sich direkt neben dem Hafen befindet. Man findet hier unter anderem Michael Kors, Karl Lagerfeld, Nike, Adidas, Swarovski, Fossil, The Body Shop und viele weitere Marken, die ihre Produkte um bis zu 50 % reduzieren. Von günstig kann man hier selbstverständlich nicht sprechen, da es sich meistens eher um teure Marken handelt. So kostet eine reduzierte Michael Kors Tasche „nur noch” £200 statt £350. In der näheren Umgebung gibt auch einige Bars und Restaurants. Gerade am Wochenende ist es schön, ein wenig Abwechslung von der Arbeit zu haben und mit anderen Auslandspraktikanten dort gemeinsam einkaufen oder essen zu gehen.

Gunwarf Quais

 

Arbeit

Ich bin sehr froh, dass ich bei Harwin verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen kann. In den letzten Tagen habe ich unter anderem bei den Vorbereitungen für verschiedene Messen mitgeholfen. Es mussten Anmeldungen auf den Webseiten der Messen vorgenommen werden, Flüge gebucht, Autos gemietet, Zugverbindungen vom Flughafen zum Hotel gefunden und Taxifahren geplant werden, um einen reibungslosen Ablauf der Anreise, Messe und Rückreise für die Kollegen zu erstellen. Neben der Reiseplanung war auch die Erstellung von Guidelines meine Aufgabe. Dabei geht es um ein Dokument, was das Datum der Messe und die Besuchs- und Aufbauzeiten enthält, sowie die teilnehmenden Kollegen mit ihren Verantwortungsbereichen und allgemeine Regeln wie der Dresscode. Wir hatten zwischendurch Meetings, in denen wir den Ablauf und sonstige Dinge besprochen haben.

Bei einer Messe soll eine Drohne verlost werden. Meine Aufgabe bestand darin eine passende Drohne auszusuchen. Ich schaute nach Produktrezessionen und dem Aussehen, da sie den “Wow-Effekt” haben sollte, um das Interesse der Besucher zu wecken. Nach dem Vergleich einiger Drohnen habe ich eine Liste mit meinen 3 Favoriten an meine Tutorin geschickt.

Zwischendurch bekomme ich Reading Material zugesandt. In den Artikel geht es beispielsweise darum, wie man einen Business Social Media Post gestalten sollte oder eine gute Präsentation hält. Ein anderer Artikel handelte von der Anatomie einer Email und in welchem Rhythmus man automatisierte Mails schicken sollte. Es wird immer leichter für mich, auch wirtschaftliche Artikel auf Englisch zu lesen und zu verstehen.

Da es oft passiert, dass Kunden im System doppelt angelegt werden, habe ich die Aufgabe bekommen, diese zusammen zu führen. Ich bekam die Login Daten für das System und habe mithilfe einer Excel Liste die doppelt angelegten Kunden gesucht und die Kontakte miteinander verknüpft. Bei Abweichungen in der Anschrift oder der Branche suchte ich im Internet nach den korrekten Daten und habe sie in den Stammdaten eingepflegt.

Ich freue mich, so abwechslungsreiche und ansprechende Aufgaben machen zu dürfen und bin auf meine letzte Arbeitswoche gespannt.

Kind regards,

Sabrina

Many greetings from Portsmouth!

Hallo,

ich heiße Sabrina, komme aus Melsungen und mache derzeit ein 3-wöchiges Praktikum in Portsmouth.

Anreise

Meine Anreise verlief nicht ganz nach Plan: von Frankfurt aus startete mein Flugzeug nach London Heathrow, wo ich mich aufgrund meines verspäteten Fluges sehr beeilen musste, rechtzeitig meinen Bus für die Weiterfahrt zu erreichen. Als ich bei der Central Bus Station ankam, erfuhr ich, dass dieser ausfiel. Ich konnte mit einem Ersatzbus quer durch London zur Victoria Coach Station fahren und bin dort in den Bus nach Portsmouth umgestiegen.

Busfahrt durch London

Nach 2 Stunden Flug und fast 4 Stunden Fahrt hatte ich endlich meinen Zielort am Hafen von Portsmouth erreicht.

Erste Eindrücke in Portsmouth

Eine Frau von der Vermittlungsagentur holte mich dort ab, gab mir ein paar Unterlagen und brachte mich zum Taxi. Nach einer kurzen Fahrt lernte ich meine Gastmutter kennen, die mir das Haus und mein Zimmer zeigte.

Am nächsten Tag fanden eine Einführungsveranstaltung bei der Vermittlungsagentur und eine Stadttour statt. Eine Schulklasse aus Belgien nahm zusammen mit mir daran teil. Hierbei konnte ich erste Kontakte knüpfen und mich mit vielen Personen unterhalten. Nach der Tour fuhr ich mit dem Bus zu meiner Unterkunft zurück, da es unerwartet angefangen hatte zu regnen.

Stadttour mit der belgischen Schulklasse

   

  1. Tag an der Arbeit

Gestern hatte ich meinen ersten Arbeitstag. Meine Arbeitszeiten sind von Montag bis Freitag, 8-16:30 Uhr inklusive 30 min Pause. Ich wurde von der Vermittlungsagentur abgeholt und zu meinem Arbeitsplatz gebracht. Dort erwartete mich Emma, meine Tutorin. Sie zeigte mir meinen Arbeitsplatz im Marketing, stellte mich meinen Kollegen vor und führte mich durch die Firma.

Mein Arbeitsplatz für die nächsten 3 Wochen

 

Harwin Plc ist ein Industrieunternehmen mit über 100 Mitarbeitern, das sich auf Platinen, Steckverbindungen und weitere Hardware spezialisiert hat. Nach der Werksrundführung hatten wir eine Telefonkonferenz, um die Aufgaben für die nächsten Wochen abzustimmen und diese zu priorisieren. Es war für mich ein wenig schwierig, den Gesprächen zu folgen, da die Aussprache durch das Telefon nicht so deutlich war und ich bisher noch nicht wusste, wofür die anderen Personen der Abteilung verantwortlich waren. Zurück an meinem Arbeitsplatz bekam ich meine ersten Aufgaben. Mithilfe von einem Projektmanagementsystem werden mir Aufgaben zugeordnet, die in den Karteikarten des Systems kurz erläutert werden.

Harwin Plc

 

Meine erste Aufgabe, die ich ab jetzt für die nächsten 3 Wochen jeden Morgen machen werde, ist das Auswerten von Online-Kundenberatung. Die Kunden von Harwin können über die Homepage einen Live-Chat mit den Kundenberatern führen. Dieser Chat wird aufgezeichnet und die Kunden haben die Möglichkeit, eine Bewertung und ein Kommentar zu schreiben, ob sie mit der Beratung zufrieden waren. Die Informationen sind in einem Formular gebündelt und kommen bei mir als Mail an. Ich übertrage die Informationen in eine Excel Liste, um spätere Auswertungen zu ermöglichen.

Nachdem ich damit fertig war, bekam ich die Aufgabe, Fußball Trikots, Hosen und Socken für die Fußballmannschaft von Harwin Plc zu bestellen sowie eine Nachbestellung von Krawatten vorzunehmen.

Meine letzte Aufgabe des Tages war das Testen der Webseite, ein sogenannter Usability-Test. Ich bekam verschiedene Ziele z. B. das Herunterladen einer technischen Zeichnung eines Produktes, die ich unter Dokumentation der Dauer und wie viele Maus-Klicks dafür benötigt werden ausführte. Die Ergebnisse verglich ich mit Webseiten ähnlicher Anbieter, um zu sehen, ob und wo Verbesserungspotential bei der eigenen Webseite besteht.

Bus fahren und Linksverkehr

Nach Feierabend war ich noch kurz einkaufen und bin dann mit dem Bus zu meinem Gasthaus zurück gefahren. Wenn man hier in Portsmouth die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, ist es wichtig zu wissen, dass man die Hand rausstrecken muss, damit der Bus anhält. Die Buskarte ist eine elektronische Chipkarte, die man kontaktlos über einen Scanner hält, der danach grün aufleuchtet. Man bedankt sich beim Einsteigen immer bei dem Busfahrer und verabschiedet ihn beim Verlassen des Busses. Nach dem Aussteigen schaut man zum Überqueren der Straße erst nach rechts, statt nach links, da die Autos in England auf der anderen Seite fahren.

  1. Tag an der Arbeit

Heute hatte ich meinen zweiten Arbeitstag. Ich begann wieder mit dem Auswerten der Online-Beratung. Im Anschluss bekam ich die Aufgabe, Videolayouts auf verschiedenen Webseiten zu vergleichen. Auf der Webseite von Harwin Plc gibt es viele Videos über Produkte und Messen zum Informieren der Kunden. Hier im Marketing wird sehr darauf geachtet, dass der Kunde schnell und ohne Umstände an die nötigen Produktinformationen gelangt.

Kunden möchten oftmals Muster der Platinen oder Steckverbindungen haben, um zu überprüfen, ob sie kompatibel sind. Ein Kunde aus Frankreich hatte eine bestimmte Platine angefordert, die ich im Lager mit Emma abgeholt habe und zusammen mit einem Anschreiben anschließend in den Versand in einem anderen Gebäude gebracht habe.

Produkte von Harwin Plc

 

In der nächsten Zeit stehen ein paar Messen an. Für eine Messe habe ich eine Anfrage zum Ausleihen von iPads geschrieben und für eine andere habe ich zwei Mitarbeiter im Online Formular der Messe angemeldet. Danach habe ich ein Hotelzimmer in München für einen Kollegen gebucht.

Die letzte Aufgabe des zweiten Tages bestand darin, einige Excel Listen mit Kundenadressen zu kontrollieren. Um Duplikationen zu vermeiden, habe ich die doppelt aufgleisten Kunden farblich markiert und die Richtige der Adressen kursiv gemacht. Die doppelten Adressen werden anschließend in einer weiteren Liste zusammengeführt, die eine Kollegin weiter bearbeiten wird.

Englische Tastatur

Die englische Tastatur ist für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Es gibt kein ä, ö, ü und ß. Da ich die meiste Zeit an der Arbeit nur auf Englisch schreibe, bemerke ich den Unterschied kaum. Ich vertippe mich aber hin und wieder bei „you”, da die Buchstaben y und z verdreht sind. Es gibt auch kein Anführungszeichen unten, da es im Englischen nicht gebraucht wird und auch das Fragezeichen, Bindestrich, At-Zeichen und Slash sind anders angeordnet.

Smalltalk

Engländer lieben Smalltalk. Ob bei der Stadttour, morgens im Bus oder an der Arbeit bei Telefonkonferenzen und  beim Treffen von anderen Kollegen. Man redet über das Wetter, das Essen, Nachrichten und was man am Wochenende macht.

Ich freue mich auf die nächsten Tage und bin gespannt, was für Herausforderungen und neue Eindrücke mir begegnen werden.

Best regards,

Sabrina

 

 

Klugherz Höschen Mecklenburg

Es gibt die unterschiedlichsten Menschen und Namen dazu und seitdem ich hier in St. Cloud arbeite lerne ich viele davon für einen kurzen Moment kennen. Es ist immer angenehm mit Kunden ein wenig Smalltalk zu machen und weil die Region um St. Cloud etwas deutsch geprägt ist finde ich auch meistens schnell einen Aufhänger. Viele Deutsche Auswanderer sind unter anderem in Minnesota gestrandet, dadurch sehe ich während der Arbeit viele deutsche Nachnamen.

Der Laden in dem ich arbeite

Mir macht es immer Spaß die Kunden zu fragen, wie sie ihren Nachnamen aussprechen. In der Regel fangen die meisten an zu lächeln, nennen mir ihren Namen und fügen dann hinzu, dass es eigentlich ein deutscher Name sei, der an das englische angepasst wurde und dass die Oma ihn noch anders ausgesprochen hat.

Mit den Münzen der amerikanischen Währung habe ich nach wie vor noch meine Probleme. Hier gibt es die riesengroße fünfundzwanzig-Cent-Münze, eine zehn-Cent-Münze, die kleiner ist als die fünf-Cent-Münze und einen ein-Dollar-Schein. Ich entschuldigte mich also neulich bei einer Kundin, als ich etwas länger brauchte um das Wechselgeld herauszusuchen. Offenbar erinnerte sie sich, dass ich die deutsche Mitarbeiterin bin und erzählte mir, dass sie das mit den Münzen verstehe. Sie selbst war neulich erst in Italien und ganz aufgeschmissen mit unserem Euro, auch wenn diese Münzen mehr Sinn machen würden.

Diese Unterhaltung hatte eine andere Kundin mitbekommen und erzählte mir sogleich, dass ihre Mutter 1952 aus Deutschland in die USA gekommen ist. Ihr Vater kam ursprünglich aus der Ukraine, musste aber nach dem zweiten Weltkrieg nach Deutschland fliehen, wo er ihre Mutter kennenlernte. Wir kamen durch ihren Namen auf den ihres Bruders und auf meinen Namen zu sprechen, besonders auf meinen Nachnamen (der hier erschreckend wenigen etwas sagt): Merkel.

Als die Kundin das hörte erklärte sie mir, wie unverantwortlich es sei, seine Ländergrenzen nicht zu verteidigen, jeden einfach aufzunehmen und dann noch nicht einmal zu kontrollieren wer das eigentlich sei. Sie hätte ja bei den letzten Wahlen Trump gewählt, ich solle sie jetzt aber nicht falsch verstehen: Sie mag ihren mexikanischen Schwiegersohn sehr, aber der ist auch auf dem richtigen Weg in die Staaten gekommen und lebt nicht seine Kultur aus, sondern passt sich an.

Ich hätte gerne mit ihr diskutiert, weil es für mich nach einem Widerspruch in sich klang, aber ich habe hier in den USA schnell gelernt, dass man mit solchen Menschen nicht diskutiert und ich hatte genug Arbeit auf der Kleiderstange hängen, die nur darauf wartete erledigt zu werden. Für mich war es eine interessante Erfahrung, gerade weil ich immer noch überrascht bin, wenn Gespräche diese Wendung nehmen.

Auch mein Akzent lässt viele nachfragen, woher ich komme. Am Anfang habe ich auf diese Frage immer direkt mit: „Aus Deutschland!“ geantwortet. Oft wurde daraufhin mit einem überlegenen: „Achja, dass hätte ich gleich sagen können!!“ reagiert. (Warum wurde ich dann nochmal nach meiner Herkunft gefragt?) Mittlerweile antworte ich immer mit der Gegenfrage, was sie denn denken. Laut einiger Kunden komme ich aus England oder Australien. Eine Kundin, die mit ihrem erwachsenen Sohn bei uns im Laden war, tippte auf Israel. An die beiden erinnere ich mich noch gut, weil sich ein angenehmes Gespräch entwickelte. Ich erwähnte also, dass ich aus Deutschland komme, als ihr Sohn auch schon anfing mit mir auf Deutsch zu sprechen. Es stellte sich heraus, dass er über ein Programm, während des Studiums ein Praktikum im deutschen Bundestag gemacht hat und im Rahmen dessen Deutsch gelernt hat. Sogar mein Programm, das PPP, war ihm ein Begriff. Besonders angenehm blieb mir in Erinnerung, dass er mich während des ganzen Gesprächs mit dem SIE ansprach und nicht nach meinem Vor- sondern Nachnamen fragte, den er dann auch verwendete um sich mit mir zu unterhalten. Etwas sehr außergewöhnliches hier in den USA.

Eine andere Begegnung habe ich auch noch sehr gut im Kopf, weil sie natürlich mit Deutschland, um genau zu sein mit dem Mauerfall zu tun hat. (Für mich als kleiner Geschichtsfan ein besonderer Moment, weil seit langem Geschichte wieder lebendig wurde.)

Der Kunde brachte seine Uniform zu uns um ein neues Abzeichen aufnähen zu lassen. Aus Neugierde fragte ich nach wozu er gehöre: Army, Marines oder Air Force und ein Gespräch entspann sich. Er erzählte mir, dass er Ender der 80er in Deutschland stationiert war. Genau an dem Tag an dem die Mauer fiel, war er allerdings mit ein paar anderen Amerikanern in Ostberlin. Als die Neuigkeiten bei ihnen ankamen, versuchten sie so schnell wie möglich zurück zum Checkpoint Charlie zu kommen. Sie waren nicht sicher, was genau los war und ob sie noch in den Westen gelassen würden, oder nicht.

Ich bekomme bei meiner Arbeit also die ein oder andere Geschichte zu hören, sowie witzige Versionen von den Namen KLUGHERZ, HÖSCHEN, ZWILLING und MECKLENBURG. Auch wenn es manchmal komisch ist, weil jemand einfach seine Meinung raushaut und los redet, weil er einfach mal wieder jemandem zum Reden braucht, in der Regel freue ich mich über die Offenheit zum Smalltalken, die mir hier entgegengebracht wird und die ich in Deutschland manchmal vermisst habe.
Und es macht das Arbeiten um so viel angenehmer.

See you soon,
Eure Clara

Verspätete Ostergrüße aus Florida

All good things come to an end – even in Iceland

Vier Wochen sind nun vergangen, seitdem ich in Island angekommen bin und heute Nacht geht es auf zum Flughafen und damit zurück nach Deutschland. In dieser allzu kurzen Zeit habe ich dennoch viel an Erfahrung sammeln können – sowohl kulturell, als auch fachlich. Aber alles der Reihe nach.

Die dritte Woche durfte ich einen jungen Kollegen begleiten, der erst vor kurzem anfing in der Firma zu arbeiten. Wir wurden von einem dritten Mitarbeiter in ein Objekt eingewiesen und führten dort eine manuelle Abtauung eines Tiefkühlers durch. Die Ursache für diese Vereisung war auch nicht zu übersehen, die Kühltheke war einfach überladen, so dass es zu einem Luftstau kam und der Verdampfer einfach immer weiter abkühlte.

Kurz den Betreiber auf die Problematik hingewiesen und es ging zurück in die Werkstatt. Dort warteten (für meine Verhältnisse) große Kältemitteltanks auf uns, die umgerüstet werden sollten um ein Ammoniaksystem eines Schiffes leeren zu können. Hierzu wurden die Tanks geleert und anschließend die kupferhaltigen Messingventile gegen solche aus Edelstahl getauscht, da Ammoniak erstere schnell korrodieren lässt. Aus den anfangs drei Fässern, die sich schon in der Werkstatt befanden, gesellten sich bald noch acht weitere und somit wurde daraus eine mehrtägige Aktion. Zuerst wurde überprüft, ob sich noch Kältemittel in den Tanks befand und falls ja, ob vielleicht auch noch Öl-Reste vorhanden waren, die gesondert entsorgt werden mussten. War das erledigt, wurde das Kältemittel einfach so abgelassen – was in Deutschland und der EU soweit ich weiß als Straftat geahndet wird, nur ist Island eben kein Mitglied der EU. Folgend wurden die Ventile ersetzt.

Leer wogen diese Tanks um die 500-700kg und konnten bis zu 500l Ammoniak aufnehmen
Die alten Messingventile…
…und die neuen Edelstahlventile

Zuletzt wurde, um sicher zu stellen, dass die neuen Ventile auch dicht sind, eine Druckprobe mit 7 bar Überdruck durchgeführt und eventuelle Leckagen mit Lecksuchspray (eine Art Seifenspray, das Blasen wirft, sobald unter der Oberfläche Gase austreten) gesucht. War dieser Test bestanden wurde die Luft abgelassen und eine Vakuumpumpe angeschlossen um das Innere der Behälter von sämtlichen Gasen zu befreien. Die Pumpen wurden zum Teil über Nacht laufen gelassen und am nächsten Morgen, ehe sie erneut zum Einsatz kamen wurde ein Ölwechsel durchgeführt, damit die volle Leistung gewährleistet werden konnte.

Die Druckprobe

Zuletzt wurden die Tanks mit einer Spraydose gekennzeichnet, damit klar war, womit sie gefüllt sein würden und anschließend auf einen LKW verladen um sie in den Hafen zu bringen.

R717 ist die Kältemittelbezeichnung für Ammoniak
Selbst der Gabelstapler musste mit

Nach 2 Tagen war alles erledigt. Am Mittwoch wurden zuerst Türanschläge mehrerer Tiefkühlräume getauscht und direkt danach der 6-monatige Service an der Kälteanlage einer Supermarktkette durchgeführt. Hier hat beim Überprüfen des Hochdruckwächters das Abblasventil am Sammler ausgelöst, bevor dies der Wächter tat. Der Verdacht lag nahe, dass dieser verstellt war, da die Abdeckung fehlte, dies war allerdings nicht der Fall und das Gerät musste getauscht werden. Außerdem waren die Leitungen einer anderen Anlage zu den Schaltern sehr abgenutzt und wurden getauscht und dabei so verlegt, dass sie sich nicht wieder aufreiben können.

Der neue Druckschalter
Die neuen Leitungen (schwarz)

Damit war die Arbeitswoche auch schon zu Ende, da in Island der Gründonnerstag ebenfalls zu den Osterfeiertagen zählt. Damit erwarteten mich 5 freie Tage, in denen ich den Süd-Westen Islands erkunden konnte. Hierzu möchte ich einfach ein paar Bilder sprechen lassen, da sich dieses absurd Schöne schlecht in Worte fassen lässt.

Schnell waren die freien Tage verflogen und die letzten 4 Tage Arbeit riefen.
Wegen des Ausfalls eines Getränkekühlers in einem Supermarkt war schnell klar, dass etwas mit dem Verdichter nicht stimmte. Er lief nicht an. Anhand der Stromaufnahme konnte schnell ermittelt werden, dass der Motor blockiert. Dank der großen Lagerfläche der Firma war schnell Ersatz gefunden und zwar sogar ein baugleicher gebrauchter Verdichter. Dieser wurde abgeholt und die Zylinderköpfe abgenommen um den Zustand der Zylinderplatten des Austauschkompressors zu überprüfen. Anschließend wurden die Verdichter ausgetauscht und ein Ölwechsel am „neuen“ Verdichter vorgenommen. Danach wurde er angeschlossen und Vakuum gezogen, um die Fremdgase (Luft) aus dem inneren des Motors und des Verdichters zu bekommen. Nach einem kurzen Probelauf war sofort klar, dass auch Kältemittel im System fehlte und beim Inspezieren des alten Geräts wurde schnell klar, wie es dazu kommen konnte. Der Verdichter hatte nämlich keinen Tropfen Öl mehr, demnach musste es eine größere Undichte im System gegeben haben. Diese wurde am Tag darauf gesucht und schnell gefunden, da sich schon wieder etwas Öl am Boden gesammelt hatte. Die Stopfbuchse des Absperrventils auf der Saugseite war lose. Es wurde nochmals ein Ölwechsel durchgeführt und mit dem Feinlecksuchgerät nach weiteren Undichten gesucht. Erfolglos, also waren wir erfolgreich. Zu guter Letzt haben wir noch die beschädigten Vibrationsdämpfer getauscht.

Zum Glück war genügen Platz im Keller

Das neue Öl war nach einem Tag schon nicht mehr klar
Der alte Vibrationsdämpfer hatte den Geist aufgegeben

Zuletzt wurde an diesem Tag noch der 6-monatige Service für einen Supermarkt durchgeführt. Dies hieß abermal: Die Anlage vermessen und das Prüfprotokoll ausfüllen und dabei weiter zu versuchen nichts zu verwechseln, weil man die Wörter nicht wirklich kennt.

Das Prüfprotokoll auf Isländisch
Zu zweit geht das Vermessen der Anlagen gleich doppelt so schnell

Am Donnerstag war dann ein reiner Servicetag für zwei Fischereien, zwei Supermärkte, sowie den Kühlraum am Flughafen Reykjavík – ein kleiner Flughafen am Rand der Stadt an dem Inlandsflüge angeboten werden.

Am Freitag wurde es dann noch einmal spannend. Arbeiten an einem Transkritischen CO2-Anlage bei einem Großhändler. Insgesamt 21 Verdichter arbeiteten hier sowohl für die Kühl- und Tiefkühltheken als auch für die Raumkühlung im Laden. Mein Kollege erklärte mir den Aufbau und die Funktion der Anlage ausführlich, während wir Kältemittel (also CO2) nachfüllten, was letztendlich den ganzen Tag dauerte. Aber umso mehr Zeit war um sich mit der Anlage zu befassen.
Zurück in der Firma verabschiedete ich mich von meinen Kollegen und realisierte dabei, dass die 4 Wochen jetzt wirklich vorbei sind. Es war eine wundervolle Erfahrung, extrem nette Arbeitskollegen, eine unglaublich schöne Natur, interessante Kultur und nicht zuletzt ungemein lehrreich!

Island, ich werde definitiv zurückkommen!

Ein letztes Mal…

Hallo,
diesmal aus Deutschland,

wir wurden heute morgen um 6:30 Uhr am Appartement abgeholt und von einem Taxi zum Flughafen gebracht. Dort merkten wir, dass nicht nur die maltesischen Busse die Pünktlichkeit nicht so genau nehmen. Mit einer halben Stunde Verspätung startete unser Flugzeug in Richtung Heimat. Nach einem angenehmen Flug sind wir um 11:30 Uhr in München gelandet.

In unserer letzten Woche haben wir noch einiges erlebt.
Am Karfreitag sind wir mit der Fähre auf die (fast) unbewohnte Insel Comino gefahren, die nur drei Einwohner hat. Dort sahen wir uns die Blaue Lagune an und trauten uns sogar, kurz ins 15 Grad kalte Wasser zu hüpfen.

Blaue Lagune
Ausblick von Comino auf das Meer

Zurück in Rabat empfing uns eine traurige Stimmung. Die Einwohner hatten sich im Zentrum Rabats versammelt, waren schwarz gekleidet, kaum einer redete und gelacht wurde auch nicht. Alle verfolgten den Karfreitagsumzug, der sogar von Fernsehkameras begleitet wurde. Für uns wirkte dies eher befremdlich.

Für den Ostersonntag hatte George uns einen Trip nach Gozo gebucht. Auf der Insel erwartete uns ein Taxifahrer, der uns zu den schönsten und interessantesten Orten von Gozo brachte. So erklärte er uns, wie beispielsweise das Meersalz gewonnen wird und zeigte uns die Salzgärten.

Die Salzgärten sind links unten zu sehen.

Außerdem sahen wir uns die Überreste des Azure Window an, das letztes Jahr leider bei einem Sturm einstürzte. Dabei wurden wir von einer Welle überrascht und dementsprechend nass. 😉

Bei der Ramla Bay schauten wir uns die Kunst des Kitesurfings an und genossen die Aussicht.

Ramla Bay

Anders als in Deutschland, ist der Ostermontag auf Malta kein gesetzlicher Feiertag, weshalb wir wie gewohnt zur Arbeit gingen. Donnerstag hatten wir unseren letzten Arbeitstag. Wir hatten ein Abschlussgespräch und erhielten ein kleines Geschenk von der Behörde sowie unser Arbeitszeugnis. Nach Feierabend wurden wir von unseren Kollegen zum Abschied in eine kleine Bar eingeladen, wo wir gemütlich zusammen saßen und uns unterhielten.

Unsere Kollegen, in deren Büro wir saßen

Gestern hatten wir Zeit, uns auf die Abreise vorzubereiten und die Koffer zu packen.

Für uns ist es immer noch kaum zu glauben, dass  wir vier Wochen auf Malta verbracht haben, da die Zeit wie im Flug vergangen ist. Diese Insel haben wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen. Wir haben neue Bekanntschaften geknüpft, die über das Auslandspraktikum hinaus gehen, sodass man sich in Deutschland wiedersehen wird.

Wir können dieses Auslandspraktikum nur empfehlen, da man viele neue Erfahrungen sammelt und sicherer im Umgang mit der englischen Sprache wird. Zudem wächst man über sich hinaus und lernt andere Arbeitsweisen kennen.

Liebe Grüße

Meike und Alexandra 😊

Halbzeit auf Malta 🇲🇹

Good evening from Malta,

die zweite Hälfte unseres Auslandspraktikums ist nun angebrochen und der Heizstrahler in der Wohnung läuft auf Hochtouren. 🔥

Mittlerweile haben wir uns mit dem anfangs schwer verständlichen maltesischen Akzent vertraut gemacht und das Verstehen und Unterhalten fällt uns leichter.
In unserer Behörde haben wir eine gewisse Routine bekommen, die Arbeitsabläufe verstehen wir nun besser und an die fremde Arbeitsatmosphäre haben wir uns gewöhnt.
Da Malta sehr christlich lebt, findet monatlich eine Messe in der gegenüber liegenden Kirche statt, zu der die ganze Behörde geht. Der Osterschmuck ist bereits aufgebaut, jedoch müssen wir feststellen, dass dieser hier definitiv nicht dem gleicht, den man aus unserer Heimat kennt. 🐰

Am vergangenen Montag hatten wir frei, da der gesetzliche Feiertag St. Joseph anstand. Hier in Rabat wurde dies groß gefeiert. Mehrere Straßen wurden geschmückt, Live-Musik gespielt und verschiedene Stände wurden aufgebaut. Abends gab es mehrere wunderschöne Feuerwerke, die durch die Einwohner Rabats finanziert werden.

Außerdem besichtigten wir vergangene Woche die wunderschönen Dingli Cliffs, die Golden Bay und die blaue Grotte. In diese kann man eigentlich mit kleinen Booten hinein fahren, aufgrund der starken Wellen, war dies aber (bisher) nicht für uns möglich.

Dingli Cliffs

Blue Grotto
Golden Bay

Wir betrachteten die St. Pauls Catacomben und auch die römische Villa, was man beides in Rabat findet. Außerdem fuhren wir nach Sliema, wo wir ebenfalls das traumhafte Meer und die schöne Stadt bewunderten.

Sliema

In unserer WG wohnen nun fünf Personen und wir verstehen uns super. Am kommenden Wochenende werden wir gemeinsam nach Gozo fahren. Da es bis zu 23 Grad werden soll, hoffen wir, unsere Füße ins Wasser halten zu können. 😊

Wir wünschen schon jetzt frohe Ostern!

Meike und Alexandra 😊

Mein Resümee nach 3 Wochen arbeiten in Reykjavik

Letzte Woche war ich mit meinen Kollegen Helen und Viðar bei einem Meeting im „Ministry of Education, Science and Culture“. Dort haben zwar alle auf isländisch gesprochen, aber für mich war es trotzdem eine interessante Erfahrung. Es wurde um die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen gesprochen, da es neben IÐAN noch ein weiteres Bildungszentrum in Reykjavik gibt, die sich jedoch nur in eine Richtung („science“) spezialisiert haben.

Am Dienstag war ich mit meinen Kollegen Fjola und Fjalar in der Stadt, da wir für das Studio eine neue Beleuchtungsanlage gekauft haben. Da wir bis Mittags unterwegs waren, entschlossen wir uns kurzerhand, einen Hot Dog beim berühmten „Bæjarins Beztu Pylsur“ („the town‘s best sausages“) zu essen. Schon von weitem ließ sich die Schlange von Touristen und Einheimischen vor dem kleinen, unscheinbaren Imbiss finden. „Ein Muss für deinen Island Aufenthalt. Du darfst dieses Land nicht verlassen, bevor du einen Hot Dog hier gegessen hast“, ließ mich Fjola wissen und lud mich anschließend zum Essen ein. Innerhalb der letzten 3 Wochen habe ich gemerkt, dass das Besuchen von Schwimmbädern (inklusive der „hot tubs“) und das Essen von Hot Dogs ein Muss für jeden Island Aufenthalt ist!

                    

 

Mittwoch Vormittag konnte ich an einem „3D Drucker-Kurs“ teilnehmen. Dieser war ursprünglich für die Kollegen organisiert, da er jedoch auf englisch statt fand, konnte ich spontan auch daran teilnehmen. Nach einer kurzen und interessanten Einführung in den Drucker und wie dieser funktioniert konnten wir anschließend selbst mit einem Programm ein Produkt „designen“ und ausdrucken lassen. Es war sehr schwer, mit dem Programm zu arbeiten, weil man darauf achten musste, die richtigen Einstellungen zu wählen und das Produkt richtig zu drehen, damit es wie gewünscht gedruckt werden kann. 

Innerhalb der letzten Wochen hatte ich viel Zeit, Reykjavik auf eigene Faust zu erkunden. Das Konzert- und Opernhaus Harpa, der Warmwasserspeicher Perlan, die Hallgrimskirkja, der Sólfar, das Ráðhús Reykjavíkur, der alte Hafen und die Laugavegur bilden nur einen kleinen Teil meiner Erfahrungen, die ich mit nach Hause nehmen werde.

die Hallgrimskirkja, das Wahrzeichen Reykjaviks
das Konzert- und Opernhaus Harpa
der Sólfar,er soll ein Wikingerschiff darstellen
Blick von der Hallgrimskirkja auf Reykjavik

 

Mein Arbeitgeber: Iðan fræðslusetur. Mein Arbeitgeber, IDAN, ist ein Berufsbildungszentrum, welches im Jahr 2006 aus der Fusion von vier Bildungszentren entstand. Die Hauptaufgaber von IDAN besteht hauptsächlich darin, die Fähigkeiten von Unternehmen und Mitarbeitern in der Automobil-, Bau- und Metallindustrie sowie in der Druck-, Lebensmittel- und Restaurantbranche zu verbessern. Die Bildungs und Berufsberatung bildet einen der zentralen Anlaufstellen. Kurse zu Themen wie Bau und Tiefbau, Metall und Maschinenbau und Grafiken und Medien können im Erdgeschoss des Gebäudes absolviert werden. Darüber hinaus ist es möglich, Gesellenprüfungen („journeymans examination“) abzulegen, die ein Schüler nach dem Abschließen einer Ausbildung beantragen kann.

Man lernt das Land nicht nur durch seine Sehenswürdigkeiten kennen, sondern auch durch viele neue Kollegen, Arbeitserfahrungen und das Untereinander an der Arbeit. Wir haben uns oft über die kulturellen Differenzen, die Entwicklung durch den wachsenden Tourismus in Reykjavik und über die Unterschiede in Deutschland und Island unterhalten. Dadurch lernt man das Land und seine Kulturen durch eine ganz andere Art und Weise kennen. Andererseits merkt man natürlich auch, wo seine Schwächen liegen, lernt damit um zu gehen baut neue Stärken auf! Durch die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit gewinnt man nicht nur an beruflicher Erfahrung, sondern auch an persönlicher Stärke. Das Wichtigste dabei ist, sich zu trauen und zu wissen, dass man sich auf was komplett Neues einlässt. Man macht sich oft zu viele Gedanken – wie komme ich alleine zurecht, wie wird die Arbeit, sind meine Kollegen nett, finde ich mich gut zurecht – Dabei sollte man einfach daran denken, egal, was passieren wird, man wird mit Erfahrungen das Praktikum abschließen, die einen für die weitere persönliche und berufliche Zukunft prägen werden.

 

mein Büro
der Empfang
die Teeküche

 

Ich möchte den Menschen dafür danken, die das Praktikum möglich gemacht haben: Herrn Werner, Mobilitätsberater der Handwerkskammer Kassel, der für die reibungslose Organisation zuständig war. Frau Alberti (Arbeit und Bildung e.V.), die sich um die Finanzierung meines Praktikums gekümmert hat, meinem Arbeitgeber, dem Landkreis Kassel, der mich für die Zeit meines Auslandspraktikums freigestellt hat, und dem Bildungszentrum IÐAN, wo ich mein Praktikum absolvieren konnte. Es ist eine großartige Chance, solche Möglichkeiten wahrzunehmen. 🙂

Liebe Grüße,

Anissa

 

Woche zwei in Vicenza

Meine zweite Woche in Vicenza. So langsam gewöhnt man sich an alles. An die Menschen, die Sprache, die Stadt und vor allem die Arbeit. Ich muss sagen, dass ich meine Arbeit hier wirklich liebe. Meine Kollegen und der Chef sind super. Die Arbeit an sich lustig und lehrreich. Die Kommunikation war nicht immer leicht, doch egal wie, wir haben es bisher gut hinbekommen. Ich bereue keine Sekunde hier zu sein. Um es kurz zu fassen: Ich bin glücklich. Das ist das was wirklich zählt. An der Arbeit haben wir uns schon ein wenig eingespielt. Klar, dass man am vierten Tag noch nicht alles kann und weiß, aber ich habe mein bestes gegeben. Morgens gegen sieben Uhr, trinken wir alle erst ein mal einen Kaffee zusammen. Ich finde, das schweißt schon sehr zusammen. Man unterhält und lernt sich besser kennen. Ich schätze meine Arbeit und meine tollen Kollegen.

Ich denke, das was noch wichtig ist die Tatsache, dass ich wirklich geflasht war, als ich die Bäckerei betreten habe. Sie ist so schön eingerichtet und die Produkte, die dort verkauft werden, sind qualitativ sehr hochwertig und sie schmecken sehr gut. Der erste Eindruck zählt. Es wird allem mit Liebe hergestellt, präsentiert und verkauft. So etwas macht mich fröhlich.

Panificio Zuccon ist ein wirklich sehr schöner Betrieb. Diese Familie ist so lieb und schließt einen sofort ins Herz. Solche Menschen sind die Besten!

Die Woche verging durch den Spaß am Arbeiten und Lernen wirklich schnell.

Als ich am Montag, 19.03, an die Arbeit kam, sagte Cristiano, er hätte einen Brief für mich, den ein andere Azubi geschrieben hat, der in einer anderen Bäckerei arbeitet. Ich versuchte ihn zu lesen, aber es war so unordentlich, dass ich leider nichts erkennen konnte. Ich steckte ihn in meine Tasche und vergaß, dass ich ihn hatte. Drei Tage später, also am Donnerstag, ging ich mit Giuseppe in die Stadt und wir waren in einem Schuhladen. Dort trafen wir zwei Leute die deutsch sprachen. Ich habe sie gar nicht mitbekommen, bis Giuseppe die beiden ansprach und fragte, ob sie hier Urlaub machen. Daraufhin meinte der Mann, dass sie ein Praktikum mit Eurocultura machen. In dem Moment ist mir der Brief eingefallen und ich fragte, ob er der wäre, der mir diesen hinterlassen hat. Er bejate. Wir haben uns noch nie vorher gesehen und dann durch Zufall an diesem Tag. Wir kamen ins Gespräch, tranken dann noch einen Aperol Spritz und die beiden nahmen uns mit zu ihren Freunden. So lernten wir noch einige Leute kennen, die wirklich sehr sehr nett waren/sind. Abends gingen wir Pizza essen und lernten uns noch weiter kennen. Leider flogen alle aus der Gruppe am Samstag nach Hause, so hatten wir nur den einen Tag mit ihnen. Wir tauschten vorher aber unsere Nummern aus, so dass wir in Kontakt bleiben können!
Solche Zufälle sind doch die Besten. Selbst am nächsten Tag war ich noch so begeistert und erfreut, dass wir die beiden durch Zufall getroffen haben.

Am Wochenende war ich mit Giuseppe und Daniel in Mailand. Wir waren lang unterwegs, aber es hat sich definitiv gelohnt. Wir hatten viel Spaß und konnten viel sehen. Die zwei sind echt gute Menschen. Ich bin froh, dass wir uns so gut verstehen und unsere freie Zeit gemeinsam verbringen..

Wir drei haben immer so viel Spaß und Freude, das ist unglaublich. Wir kennen uns erst zwei Wochen, aber mir kommt es schon so viel länger vor. Nochmals danke meine lieben. Ihr macht die Zeit hier noch viel besser.

Bisher sind zwei Wochen um. Ich muss jetzt sagen, dass ich noch immer glücklich und zufrieden bin. Ich freue mich definitiv auf die kommende Zeit!

– Laura

 

 

Die erste Woche in Vicenza

Nach langer Wartezeit und mit viel Nervosität ging es am 11.03 endlich nach Italien. Ich war ziemlich lang unterwegs, weshalb ich nicht wirklich entspannen konnte, aber die Fahrt war doch ganz angenehm. Wenn man mit dem Zug reist, sieht man viele Städte und Landschaften, die sonst meist unentdeckt bleiben.

Mein erster Aufenthalt, nach etwa drei Stunden Zugfahrt, war in München. Es ist eine wunderschöne Stadt, mit vielen netten Menschen. Ich hatte etwa 45 Minuten Zeit um mein Gleis zu finden und um mir einen kleinen Snack zu holen. All das hat natürlich ganz gut geklappt. 15 Minuten vor Abfahrt stand der Zug bereits da und ich beschloss, meinen Platz zu suchen und mich zu setzen. Ich wusste, diese Fahrt wird lang, denn bis nach Vicenza musste ich noch etwa sechs Stunden fahren.

Ich versuchte mich ein wenig an das Italinische und lernte Basics wie „Wie geht es dir?“, „Hallo“, „Tschüss“ und und und. Das hat alles ganz gut geklappt, denn Wochen bevor ich fuhr, habe ich schon angefangen zu lernen Doch je näher ich Vicenza kam, desto nervöser wurde ich und ich vergaß wieder alles. Ich fing von neuem an zu lernen. Denn ohne ein bisschen sprechen zu können, wollte ich nicht ankommen. Bis dahin lief alles wirklich gut und zwischenzeitlich genoss ich wirklich die Aussicht.

 

 

 

 

 

Nach langer Zugfahrt bin ich auch endlich an meinem eigentlichen Zielort angekommen. Aber was wäre das für eine Reise ohne meine Tollpatschigkeit. Der Zug hielt an der Haltestelle Vicenza, ich stand mit noch ein paar Leuten an der Tür, doch diese ging nicht auf. Panik stieg in mir auf. Das war definitiv nicht geplant. ich versuchte an eine andere Tür zu gelangen, aber diese war zu weit entfernt und der Zug fuhr weiter. Blöd gelaufen. Gut dass ich eine Ansprechpartnerin bei Eurocultura hatte und sie sagte mir direkt, mit welchem Zug ich zurück fahren kann. Gesagt, getan. Mit etwa fünf Minuten verspätung kam ich dann an unserem Treffpunkt an. Dort wartete Marta (Mitarbeiterin von Eurocultura) und Liliana (meine Gastmama) auf mich. Sie stellte uns einander vor und wir fuhren nach Hause. Dort wartete ein Essen auf mich. Wir aßen, unterhielten uns und dann ging ich auch schon zu Bett. Der Tag war lang und ich sehr müde.

Am nächsten Tag sollte ich zu einem Treffen mit Eurocultura. Ich war nervös, denn alleine in einer fremden Stadt ist oft nicht einfach (mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt). Als ich dort ankam, saß in dem Raum schon ein junger Mann, sein Name ist Giuseppe, er ist 20 Jahre alt und ist genau wie ich, vier Wochen in Vicenza. Er lernt gerade den Beruf Maler und ist im zweiten Lehrjahr. Wir saßen einige Zeit und unterhielten uns. Dann kam noch ein junger Mann in den Raum, es war Daniel, ebenfalls 20 Jahre. Er ist für fünf Monate hier und hat schon ausgelernt. Es war schon spannend die beiden kennenzulernen. Mittlerweile verstehen wir uns super gut und sind gute Freunde geworden. Nach dem Gespräch sind wir drei mit Marta in ein Café. Dort tranken wir einen Kaffee und gingen dann. Daniel, Giuseppe und ich waren dann noch ein wenig einkaufen. Am Nachmittag sind Daniel und ich spazieren gegangen um die Stadt ein wenig kennenzulernen. Es war wirklich schön und das Wetter ist nach wie vor super!!

 

 

 

 

 

Am 13.03 hatten wir ein kleines Vorstellungsgespräch. Natürlich war ich nervös aber ich war gut vorbereitet und dachte, es kann nichts schief gehen. Naja, wie auch immer. Als ich vor meinem Chef, in dieser wunderschönen Bäckerei stand, hatte ich alles vergessen was ich sagen wollte. Gut dass ich mir Notizen gemacht habe. So konnte ich doch noch etwas erzählen. Das Gespräch ging nicht lang, weshalb ich wieder früh zu Hause war. Mittags, als die beiden Jungs mit ihrem Gespräch fertig waren, trafen wir uns und aßen eine Pizza zu Mittag. Sie war unfassbar gut. Dafür war das Wetter nicht mehr so gut. Es fing an zu regnen. Nicht so motivierend, denn am Nachmittag hatten wir eine Stadtführung. Glücklicherweise wurde das Wetter besser und wir konnten die Führung genießen. Vicenza ist eine wundervolle Stadt.

Nach der Führung ging es nach Hause und direkt ins Bett. Ich musste am nächsten Morgen um 02:00 Uhr aufstehen, denn mein erster Arbeitstag begann. Wenn ich jetzt sage, dass ich aufgeregt war, ist das wahrscheinlich untertrieben. Ich war gespannt auf meine Arbeit, auf meine Kollegen und natürlich auf alles neue, was ich sehe oder lerne. Der Tag ging so schnell rum, ich war schon leicht traurig, als ich nach Hause sollte. So viel Spaß am Lernen und Arbeiten hatte ich lange nicht mehr. Vieles war anders, denn wenn man von einer großen Bäckerei in eine kleine kommt, muss man sich erstmal an die Herstellung und an die Mengen gewöhnen. Aber es ging. Die ersten drei Arbeitstage vergingen so schnell. Mein erstes Wochenende in Vicenza. Am Samstag fuhr ich mit Daniel und Giuseppe nach Venedig. Diese Stadt hat mich so verzaubert. Ich glaube, ich habe noch nie eine so schöne Stadt gesehen. Wir verbrachten dort den ganzen Tag, aßen zu Mittag und später gab es noch ein Eis (das beste, welches ich in meinem ganzen Leben je gegessen habe). Am Abend fuhren wir zurück und gingen nach Hause.

Sonntag waren wir einfach draußen. Saßen in einer Bar und tranken ein Bier und aßen ein Stück Kuchen. Die Zeit mit den Beiden schätze ich sehr, denn sie sind sowas wie eine Stütze. Wenn man lange und weit von der Familie und den Freunden weg ist, braucht man jemanden, der in der Nähe ist. Mit dem man reden oder sich ablenken kann. Danke an euch, ihr seid wirklich toll!!

-Laura