Cliffs of Moher

Wir beschlossen uns diese Sehenswürdigkeit über ein Touristen-Angebot anzusehen, und fuhren mit dem Paddywagon Tourbus.

Wir mussten morgens schon um sieben Uhr in Cork City sein, da aber Samstags so früh kein Bus fährt, hat unsere Gastmutter uns freundlicherweise in die Stadt gefahren. Das Ticket kostete 40 Euro und man sollte es im Vorraus buchen. Wir fuhren also sehr früh los und der Busfahrer erzählte viel über die Gegend und Sehenswürdigkeiten. Wir sahen immer wieder kleine Ruinen, die aussahen wie Geschütztürme. Der Busfahrer erzählte uns daraufhin, dass diese Turmruinen keine Türme sind, sondern Burgen. König Henry VI, König von Irland beschloss im Jahre 1429, dass jeder Adlige sich ein Schloss zur Verteidigung Irlands bauen solle und er jedem der das tue zehn Pounds dafür geben würde. Die Adligen wollten dieses Geld aber für sich behalten und bauten daher diese „Ten Pound Castles“.

Als wir bei den Cliffs of Moher ankamen, hatten wir nur sehr wenig Zeit, denn der Tourbus musste sein Zeitfenster einhalten. Man hätte dort sehr viel herumlaufen können, da das Gelände riesig war. Somit waren die Klippen natürlich gigantisch. Eine atemberaubende Aussicht. Und eines der besten Dinge: Harry Potter und der Halbblutprinz wurde bei den Cliffs of Moher gedreht. Die Zeit reichte bei Weitem nicht um alles zu sehen und überall hin zu laufen. Außerdem sollte man sich auf alle Wetterlagen vorbereiten. Wie es häufiger an Küstenregionen und hohen Bergen so ist, war es natürlich ordentlich windig. Wir verließen mit Sonnenschein am Himmel den Bus, liefen dann zu den Treppen, da fing es schon an wie aus Eimern zu regnen. Glücklicherweise gibt es in dem Hauptgebäude nicht nur ein Restaurant, Information und Toiletten, sondern auch einen Souvenir-Shop mit einfachen Regenpochos. Das war gegen den Regen hilfreich, allerdings war der Wind so stark, dass der Poncho viel Angriffsfläche hatte und ich dachte ich würde wegfliegen. Als wir dann den Ausblickspunkt erreichten fing es an zu Hageln und nach zehn Minuten schien auf einmal wieder die Sonne. Also auf einen Wetterbericht kann man sich hier nicht wirklich verlassen, aber ganz sicher wird es mindestens einmal am Tag regnen. Dann mussten wir auch schon zurück zum Bus um den Zeitplan einzuhalten.

Die Bustour ging weiter zu den „Baby Cliffs of Moher“. Diese waren wie der Name schon vermuten lässt viel kleiner. Es war weniger wind und man konnte bis zum Klippenrand laufen ohne Probleme. Diese Klippen haben mich tatsächlich mehr begeistert, da es besseres Wetter gab und die Aussicht grandios für Bilder ist.

Erste Arbeitswoche

Mein Arbeitsplatz ist bei Specsavers Opticians in der Opera Lane, Cork City. Die Filiale ist sehr groß und beinhaltet im Gegensatz zu den meisten anderen Filialen ein „Lab“ also eine Werkstatt. In der Werkstatt machen sie im Gegensatz zu meiner Firma „Heini Weber“ in Deutschland sogar ihre eigenen Brillengläser. Also Sie gießen die Blankets selber in der Werkstatt. Deshalb hat Specsavers auch seine eigenen Gleitsichtglas Varianten.

Wenn man in den Laden kommt, gibt es dort viele Fassungen, die Specsaver auch selber herstellt. In Deutschland wählt man seine Fassung aus, die einen Preis hat und die Gläser haben dann einen anderen Preis, denn man draufzahlt. Bei Einstärkengläsern weniger, bei Gleitsicht mehr. In Irland hängen Fassungen mit bestimmten Preisen im Laden und der Preis beinhaltet die Einstärkengläser. Erst für Gleitsichtgläser muss man einen Aufpreis bezahlen. Da die Fassungen im Laden nur die Deko sind, werden die auch entsprechend grob behandelt. Specsavers hat natürlich ein Lager von den Fassungen und jeder Kunde bekommt eine Neuwertige, die nicht jeder Kunde anprobiert hat. Im hinteren Ladenbereich wird der Brillenverkauf abgeschlossen und die Pupillendistanz mit einem Tablet gemessen. Dann wird ein Termin gebucht für die Abholung der fertigen Brillen und der Kunde bezahlt sofort den Betrag am Tag der Auftragsbestellung.

Gleitsichtgläser

Bei Heini Weber würde ich bei einem Gleitsichtglas grob gesagt eine lange und eine kurze Progressionszone aufzeichnen. (Progressionszone bedeutet wie lang der Übergang von der Ferne bis zur Nähe im Glas ist. Also bei einer kurzen Progressionszone ist man mit minimalen Kopfbewegungen in den verschiedenen Zonen, und bei der langen Progressionszone müsste man den Kopf deutlich mehr bewegen, um in die Zonen zu wechseln.) Wenn ich zwei Varianten auf das Glas gezeichnet habe, schaue ich mir an wo der Kunde durchsieht beim Lesen und wähle entsprechend das richtige Glas. Hier bei Specsavers haben sie wie gesagt ihre eigene Glasproduktion. Ich suche mit dem Kunden eine Brillenfassung aus und die Werkstatt wählt die Gleitsicht-Variante nach der Fassung aus.

Unteres Stockwerk

Dann kann man ein Stockwerk runter, dort gibt die“Clinic“ also der Refraktionsraum, wo die Glasstärke von den Optometristen festgestellt werden, der Führerscheinsehtest gemacht wird und Kontaktlinsen angepasst werden. Übrigens misst man hier im Gegensatz zu Deutschland als Optometrist auch die Glasstärken von Kindern. Da die Optometristen ein vier Jähriges Studium absolvieren, dürfen sie Kindern das Nervengift Belladonna tropfen, um die Glasstärke optimal zu messen. Denn Kinderaugen können ihr Defizit noch ausgleichen, wenn man diese Funktion nicht lähmt. In Deutschland darf daher kein Optiker eine Glasstärkenmessung bei Kindern durchführen. Dies darf nur der Augenarzt. Auch übernimmt hier die Krankenkasse die einfachsten Gläser auch für Erwachsene. In Deutschland kriegen nur Kinder einen Krankenkassenzuschuss, oder Personen mit sehr hohen Stärken. In Irland haben sie statt unserer gesetzlichen Krankenkasse ein PRSI, da bezahlen sie auch bei der Lohnabrechnung Steuern. Und dann kann man auch eine zusätzliche „medical card“ haben, das entspricht dann in etwa unserer privaten Krankenkasse, nur dass man hier beides gleichzeitig haben kann.

In dem untern Stockwerk befindet sich auch der Brillenabgabebereich, wo die Kunden ihre Brillen einsammeln, deshalb heißt es „Collection“ und dort werden die Brillen natürlich auch angepasst. Außerdem befindet sich unten der Hörakustikbereich und die Werkstatt.

Kontaktlinsen

Specsavers hat in dieser Filiale ein eigenes Kontaktlinsenlager, sodass sie die Kontaktlinsen für Kunden nicht extra bestellen müssen. Kontaktlinsen gelten hier übrigens als Luxusgut. Das bedeutet in Deutschland kann der Augenarzt bei Jugendlichen das Rezept für eine Brille auf einen Jahresvorrat Kontaktlinsen wechseln. Aber man kann den Zuschuss der Krankenkasse entweder für Kontaktlinsen oder für die Brille verwenden. Hier bekommt man den Zuschuss nur für eine Brille, da Kontaktlinsen wie gesagt nur ein zusätzlicher Luxus sind, und nicht notwendig sind.

Ankunft in Cork, Irland

Mein Flug von Deutschland aus ging sehr früh, um sechs Uhr morgens, daher musste ich um vier Uhr am Flughafen sein. Ich flog von Hannover nach Amsterdam, wo ich ein Mädchen namens Sina kennen lernte, während wir auf den Flieger warteten. Es stellte sicher heraus, dass sie auch aus Deutschland kommt, am Erasmus+ Projekt teil nimmt und auch nach Cork fliegt. Nachdem wir in Cork gelandet waren, warteten wir auf unsere Koffer und haben über unsere Gastfamilien geredet. Dabei stellte sich heraus, dass Sina in die gleiche Gastfamilie kommen würde, wie ich. Es ist beruhigend, nicht völlig allein in einer Gastfamilie zu sein, die kein Wort deutsch kann. Somit können wir uns gegenseitig mit den Vokabeln helfen. In dem Haus der Gastfamilie haben wir jeweils ein eigenes Zimmer bekommen und Mrs. Grace hat uns in die Stadt gefahren, um uns unsere Arbeitsplätze zu zeigen. Es ist eine sehr beschäftigte Stadt, obwohl Sonntag war.

Die Polizei in Irland heißt „Garda“, das ist Gälisch und bedeutet Hüter des Friedens von Irland. Die Hüter des Friedens tragen keine Schusswaffen, sondern nur Schlagstöcke. Die Schusswaffenkriminalität in Irland ist auch ehr niedrig.

Das Schulsystem von Irland ist auch ein wenig anders. Zuerst gehen die Kinder in eine „Pre-School“ wenn sie vier oder fünf Jahre alt sind. Wenn sie sechs Jahre alt werden, gehen sie für vier Jahre in die „primary-school“. In der „Secondary-School“ werden sie in „junior cyrcle“ und „senior-cyrcle“ aufgeteilt. Der junior cyrcle geht vier Jahre lang, dann haben sie ein „transition-year“. Das Transition-Year entspricht unserer zehnten Klasse beinhaltet eine Jobauswahl. Die Schüler kriegen eine Liste, mit einer Auswahl von Berufen und Fachbereichen, dann wählen sie daraus fünf Fächer, die sie interessieren, und lernen diese in dem transition year. Am Ende des Schuljahres werden sie in den Fächern geprüft und ihnen werden Jobs empfohlen, zu dem Fach, indem sie am besten abgeschnitten haben.

Freizeit auf Malta

Die Freizeit auf Malta ist gold wert. Leider bin ich nach der Arbeit vom vielen Sitzen am PC, der Hitze und den langen Arbeitswegen oft sehr müde. Am Wochenende hat man aber frei und kann zwei Tage komplett durchplanen. Es gibt so viel Angebot und so viele Möglichkeiten etwas zu unternehmen, sodass es schwer fällt, sich zu entscheiden.

Man kann in der Altstadt spazieren gehen und maltesische Gerichte kosten. Am Strand kann man sich sonnen; im Meer schwimmen oder tauchen; mit einem Boot kann man zu den Nachbarinseln Comino oder Gozo fahren. 

Von hier aus kann man Comino und Gozo sehen.

In der Sommersaison trifft man hier ständig Touristen, doch es ist nicht lästig. Es gibt überall kleine und große Strände aus Stein, Kies oder Sand, sodass man immer ein mehr oder weniger ruhiges Plätzchen findet. Das Wasser ist in der Umgebung unglaublich klar und angenehm ruhig. Aber auch sehr warm, sogar in der Nacht. 

Ein Strand in Sliema.

Am ersten Sonntag wurde ich von meinem Betrieb zu einer Fahrt nach Comino eingeladen, um Blue Lagoon zu sehen. Es war eine inoffizielle Reise von einigen Mitarbeitern, deren Freunden und Familienmitgliedern. Dadurch konnte man sich noch besser kennen lernen, was sich positiv auf den Arbeitsalltag ausgewirkt hat. Außerdem durfte ich Mitbewohner aus meiner WG auch einladen. Wir hatten alle zusammen ein Boot gemietet und konnten frei entscheiden wohin wir fahren und für wie lange. Im Sommer ist es sonntags wegen der Massen an Touristen oder Einheimischen, die sonntags frei haben, etwas problematisch mit öffentlichen Booten hin und her zu fahren. Da die Boote an den Tagen ziemlich voll sind und nur nach bestimmten Zeiten fahren. 

Weil Blue Lagoon so berühmt ist, war sie logischerweise sehr gut besucht und etwas unruhig. Mit unserem Boot waren wir etwas weiter um die Küste gefahren und hatten ebenso wunderschöne Ecken gefunden. Dort sind wir stehen geblieben, um im Meer zu schwimmen. In diesem blau leuchtendem Wasser zu schwimmen war ein unvergessliches Erlebnis. 

Im Sommer gibt es fast jeden Tag irgendein Fest oder eine Feier, wie auch Discos oder Festivals für jüngere Generationen. Man feiert hier im Sommer sehr viel, sodass Malta auch als Partyinsel bezeichnet wird. Es gibt z.B. Pacevilla, eine sehr bekannte Straße auf Malta, mit ganz vielen Clubs und Bars. Abends gehen hier viele Studenten und Touristen aus. Wenn man aber mehr unter Einheimischen sein oder allgemein bessere Veranstaltungen besuchen möchte, sollte man online nach Partys in kleinen Nebenorten suchen. Da muss man zwar Eintritt bezahlen, aber es lohnt sich garantiert. Überraschenderweise sind bei solchen Veranstaltungen viele gute DJs dabei, die auch oft von außerhalb kommen und unter bestimmten Kreisen bekannt sind. 

Auch gibt es kulturelle Veranstaltungen, wie auch Konzerte. Am zweiten Wochenende besuchte ich ein Weinfest in Valletta, das in einem großen Garten oben auf der Mauer stattgefunden hat. Von hier aus konnte man die ganze Stadt bei Nachtlicht bewundern. Farbige Beleuchtung, Live Musik und Feuewerke. Maltesen haben einen tollen Geschmack und sind wahre Genießer. 

Wenn man in der Nacht keinen Bus mehr bekommt, hat man zwei Alternativen: Entweder findet man in der Nähe einen Mietwagen „GOTO“, den man durch eine App mieten und gleich fahren kann. Dies kostet ein paar Cent pro Minute. Oder man fährt mit dem Taxi, was besonders in Gruppen nicht teurer ist, da der Fahrtpreis unter allen aufgeteilt werden kann.

Zur Zeit meines Aufenthaltes, fand ein MTV Festival statt, das ich spontan besuchen durfte. Viele bekannte Künstler sind aufgetreten, deren Lieder auch im deutschen Radio Hits sind. Der Sound war unglaublich. Man spürte die Vibration sogar auf den Nebenstraßen und unter den Füßen. Alles war selbstverständlich mit Feuerwerken, Konfetti, Rauch und Feuer begleitet. Auch ein sehr unvergessliches Erlebnis.

Am Tag meiner Abreise sollen Künstler vom Tomorrowland Festival auftreten. Im August gibt es auch ein weiteres Techno-Festival. Und was ich noch nicht erwähnt habe: Partyboote und Partybusse gibt es hier auch. Alles kostet sein Geld.

Das Eis auf Malta kostet überall anders, wie andere Lebensmittelprodukte auch. Das Wasser auf Malta sollte man nicht aus dem Wasserhahn trinken. Manche Menschen sind hier sogar so vorsichtig, sodass sie das Wasser aus den Flaschen vor dem Trinken kochen.

Wer sich hier auf Malta vegetarisch oder vegan ernähren möchte, muss überall die Augen offen halten. Leider gibt es hier nicht viele Möglichkeiten, etwas ohne Fleisch oder Fisch oder gar ohne Käse zu essen. Man kann damit aber trotzdem noch gut leben. Zur Arbeit nehme ich mein eigenes belegtes Brot mit und koche abends zuhause. So komme ich gut klar.

Gerne beantworte ich Eure Fragen unter Kommentaren.

Schöne Grüße aus Malta! 🙂

Anastasiya B.

Das Praktikum auf Malta

Die Tage auf Malta verfliegen tatsächlich sehr schnell! Und das Wetter im Juli ist jeden Tag stabil. Heiß und sonnig. Selbst am Abend ist es sehr warm, manchmal kommt etwas Wind, aber das ist sehr angenehm.

Ich bin sehr spät am Sonntag angekommen und bekam den ersten unvergesslichen Eindruck von Malta. Die Straßen in den Städten und Dörfern waren mit Lichtern und Dekors geschmückt. Außerdem knallten überall die Feuerwerke. Das alles ist ein ganz normaler Alltag für Maltesern im Sommer.

Bis jetzt war ich noch nie auf Malta und so habe ich eine neue Welt für mich entdeckt. Die Menschen hier sind ziemlich freundlich und nett. Religiosität spielt in ihrem Leben eine große Rolle und das merkt man überall. Die Straßen und Häuser sind mit Fresken oder christlichen Figuren von Jesus oder der heiligen Maria bestückt. Und außerdem gibt es auf Malta mehr als 350 Kirchen, obwohl die Insel nicht sehr gros ist.

Der Verkehr in Malta kann je nach Tageszeit problematisch sein. Busse sind meistens unpünktlich. Es gibt zum Glück eine App, wo man nachschauen kann, ob ein Bus kommt. Empfehlenswert ist es, sich vor dem Praktikum eine Monatsfahrkarte zu besorgen. Die muss man ein paar Wochen davor bestellen und ein digitales Passbild dafür einfügen. Der Aufwand lohnt sich garantiert. Andernfalls muss man jede Woche eine 7-Tage Fahrkarte holen, die jeweils 21 Euro kostet. Die Insel ist mit dem Bus gut zu erkunden, da dieser in so gut wie jeden Teil von ihr fährt.

Mein Praktikum mache ich bei einem Fotograf, der sich mit seiner Frau , die ebenfalls Fotografin ist, selbständig gemacht hat. Sie haben ein 3,5 stockiges Bürogebäude, in dem zwei Studios, eine Druckerei und mehrere Büroräume sind. Hier sind bis zu 20 Leute beschäftigt. Das Telefon klingelt permanent.

In der ersten Woche habe ich meinem Chef, Paul, geholfen, christliche Gemälde in verschiedenen Kirchen abzufotografieren. Wir haben riesige Stative aufgebaut sowie Lampen und andere Geräte installiert. Es war sehr interessant, denn auf diese Art und Weise habe ich noch nie gearbeitet. Wir sind zu vielen Orten gefahren. Dadurch habe ich schon in den ersten Tagen einiges gesehen und entdeckt.

Auch ein Hochzeitsshooting auf einem Schloss war sehr inspirierend. Neue Umgebung und exotische Architektur lassen die Kreativität blühen.

Paul ist ein sehr netter Chef. Er hat mir viel über die Insel, seine Arbeit und sein Leben erzählt. In diesem Familienunternehmen fühlt man sich als Fremde ziemlich wohl und vertraut. Schon in der ersten Woche durfte ich alleine mit einer teuren Kamera nach Valletta fahren und zwei Aufträge selbständig erledigen. Sie haben mir vollstes Vertrauen entgegen gebracht, was mich sehr beeindruckt hat. Weitere Aufträge waren zum Beispiel das Fotografieren eines Kleides in einem Brautkleider-Salon sowie das Fotografieren einer britischen Telefonbox in Vallette für Fensterglasplakate.

Die Tage danach waren jedoch nicht so spannend, da ich alle diese Bilder nun am Pc mit verschiedenen Programmen bearbeiten sollte. Viele Stunden am Computer verursachen Müdigkeit. Ich durfte aber immer kurze Pausen machen, in denen ich meist auf das Dach ging, um kurz in die Ferne zu schauen. Die Arbeitsatmosphäre für mich als Praktikantin ist hier relativ entspannt, jedoch habe ich trotzdem einige Verantwortung für die Ergebnisse, die ich leiste. Ab und zu kontrolliert Paul meine Bildbearbeitung und erzählt mir einiges über technische Sachen im Bereich der Fotografie, was ich teilweise in der Berufsschule oder im Betrieb auch schon gelernt hatte. Die Kommunikation zwischen uns ist auf Englisch, was ein ganz anderes Gefühl der Professionalität verleiht.

Leider besuche ich keine Englischkurse während meines Praktikums und muss mein Englisch selbst durch reden, lesen und hören auffrischen. Tatsächlich ist es nicht so einfach wie man denkt. Zwar reden fast alle Malteser auf Englisch, doch kommunizieren tun sie untereinander auf Maltesisch. Man fühlt sich dabei etwas ausgegrenzt, denn man kann auf der Arbeit nicht zu jedem Gespräch dazukommen und mitreden. Auch in der WG sind alle Mitbewohner Deutsche, die privat gerne auf Deutsch reden. Deshalb versuche ich in meiner Freizeit neue Menschen kennen zu lernen, mit denen ich auf Englisch plaudern kann.

Meine WG, im Haus Namens Neils, besteht aus fünf Leuten. Vier Mädels und einem Jungen. Die Küche ist groß. Es gibt hier auch einen Backofen, eine Waschmaschine und ein Wohnzimmer mit WiFi. Meine Mitbewohner, Jonas und Hannah, sind etwas länger auf Malta und kennen einige Studenten und Schüler in der Umgebung. Sie haben mich in einigen Sachen was Einkaufen, Freizeit oder Nachtleben angeht informiert und mir hilfreiche Tipps gegeben. Auch haben sie mich anderen Studenten vorgestellt, damit ich mit denen etwas unternehmen kann. Alle Mitbewohner sind sehr nett und wir kommen miteinander sehr gut klar.

Es gibt verschiedene Studenten und Praktikanten auf Malta, die hier für etwas längere Zeit sind und zusammen oft unterschiedlichen Aktivitäten unternehmen.
Durch Hannah und Jonas durfte ich sie kennenlernen.

Einkaufen ist hier etwas kompliziert, da man nicht überall alles findet, außer man fährt zu LIDL, wo die Preise relativ günstig sind. Viele Produkte auf Malta sind teurer als in Deutschland, da sie alle importiert werden. In einigen maltesischen Geschäften sind keine Preisschilder unter den Produkten angebracht und ist daher an der Kasse überrascht, wieviel man für ein paar Brötchen und Milch bezahlen muss. Also: aufpassen.

Was man noch auf dem Weg nach Malta nicht vergessen sollte, ist, dass die Sonne hier sehr stark ist. Es gibt jede Menge Mücken am Abend/in der Nacht und die Steckdosen sind anders. Also: Sonnenmilch, Anti-Insekten Spray und Adapter für die Steckdosen nicht vergessen.

In meinem weiteren Beitrag werde ich etwas mehr über Freizeit, Kultur, Blue Lagoon und das Nachtleben auf Malta erzählen.

Ich hoffe es war sehr informativ und hilft einigen weiter, sich auf Malta vorzubereiten.

Sonnige Grüße,

Anastasiya 🙂 

Ein letztes Mal…

Die letzte Woche verging wie im Flug. Neben der Arbeit war das Highlight der Woche ein Ausflug zur Blauen Lagune. Dort verbrachten wir den letzten Nachmittag zusammen und genossen das gute Wetter.

Die Blaue Lagune

Ostermontag ist, anders als in Deutschland, kein gesetzlicher Feiertag auf Malta. Aus diesem Grund gingen wir ganz normal zur Arbeit. Als kleines Ostergeschenk bekam Lara von ihren Kollegen ein maltesisches Gebäck, welches hier über Ostern oft gegessen wird.

Die Malteser veranstalten über Ostern viele Umzüge mit Musik und aufwendig geschmückten Festwagen. Durch einige Lautsprecher in der Stadt bemerkten wir, dass auch in unserer Straße ein solcher Umzug stattfand. Auch an unseren Arbeitsstellen wurden kleine Kreuze aufgestellt und Kerzen angezündet.

Ein Umzug in Rabat

An unserem letzten Arbeitstag wurden wir freundlich von unseren Kollegen verabschiedet und ich erhielt ein kleines Präsent von meiner Behörde.

Am Samstag wurden wir gegen 13:30 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht. Mit ein wenig Verspätung von 45 Minuten sind wir Samstagabend gut in Frankfurt gelandet.

Wir können noch nicht realisieren, dass wir vier Wochen hier auf Malta verbracht haben. Die Zeit verging schnell. Wir blicken auf eine spannende und erlebnisreiche Zeit mit neuer Arbeitserfahrung sowie neuen Freundschaften zurück.

Schlussendlich können wir ein Auslandspraktikum nur weiterempfehlen, da man neue Kulturen und Arbeitsweisen kennenlernt, mit der englischen Sprache vertrauter wird und schöne Erfahrungen sammelt.

Liebe Grüße,

Lara und Laura 🙂

Eine erlebnisreiche Woche

Bongu aus Malta!

Wir nähern uns leider mit großen Schritten dem Ende unseres Auslandspraktikums hier auf Malta.
In der letzten Woche haben wir einiges unternommen. Wir haben viele Städte besichtigt und die maltesische Kultur kennengelernt.
Da die Malteser sehr religiös sind, konnten wir über die Feiertage viele Straßendekorationen und kirchliche Umzüge beobachten.

Zum Einen besichtigten wir Sliema, einen beliebten Touristenort auf Malta.
Außerdem machten wir einen Ausflug zu den Dingli Klippen, wo uns eine spektakuläre Aussicht auf das Meer sowie auf die kleine unbewohnte Insel Filfla erwartete. Dort genossen wir dann auch den Sonnenuntergang.

Ausblick von den Dingli Klippen

Am Wochenende machten wir einen Tagesausflug zur Blauen Grotte. Dort angekommen mussten wir leider erfahren, dass durch den starken Wellengang kein Boot zur Blauen Grotte fahren konnte. Aus diesem Grund schauten wir diese nur von oben an und beendeten den Tag mit einem gemeinsamen Essen in Valletta.

Nahe der Blauen Grotte

Des Weiteren besichtigten wir Mdina, einen der vielen Drehorte der Serie „Game of Thrones“, sowie ein kleines Fischerdorf in Marsaxlokk.

Der Eingang zu der Stadt Mdina
Das „Fischerdorf“

Obwohl das Wetter nicht immer mitspielte, war es alles in allem eine ereignisreiche Woche mit vielen neuen Eindrücken!

Schöne Ostergrüße und bis bald,

Lara und Laura 🙂


2 Wochen sind verflogen

Hallo aus Malta,

die ersten beiden aufregenden Wochen sind rum. Mit der Zeit haben wir uns an das WG- und Arbeitsleben hier gewöhnt und kommen mit den rasanten Busfahrten zurecht. In unseren Behörden sind alle freundlich und es ist mittlerweile ein gewisser Alltag eingekehrt. An meinem ersten Arbeitstag wurde ein neuer Präsident von Malta gewählt, weshalb viele Straßen gesperrt waren und die Bewohner diesen auf den Straßen feierten.

Ein Park neben dem Gericht, wo ich arbeite

Meine Aufgabe besteht darin, die Bußgeldbescheide darauf zu kontrollieren, ob die Falschparker ihre Bußgelder bezahlt haben. Laura bearbeitet auch Bußgeldbescheide, die sowohl Straßenverkehr wie auch Fehlverhalten im öffentlichen Leben betreffen.

An unserem ersten Wochenende machten wir zusammen einen Tagesausflug nach Gozo, einer Nachbarinsel von Malta. Mit einer Fähre wurden wir zur Insel gebracht und legten dort an dem einzigen Hafen von Gozo an. Wie auf Kommando verzogen sich die Wolken und wir hatten für den restlichen Tag strahlenden Sonnenschein bei angenehmen 19 Grad. Wir besichtigten einige Sehenswürdigkeiten wie die zwei Tempel und das nicht mehr vorhandene „Azure Window“, welches letztes Jahr leider bei einem Sturm zerstört wurde. Im Anschluss fuhren wir mit einem kleinen Boot raus, wo uns eine blaue Grotte gezeigt wurde.

Hafen von Gozo
Auf dem Weg in die Grotte

Am Sonntag bekamen wir einen neuen Mitbewohner in die WG und zeigten diesem die Hauptstadt.

Die zweite Arbeitswoche ging schnell um. An diesem Wochenende blickten wir von einer Aussichtsplattform auf die „3 cities“ von Malta, welche wir im Anschluss besichtigten und uns den Hafen anschauten.

Hier sieht man zwei von den „3 cities“
Hafen von Vittoriosa

Für die weiteren zwei Wochen haben wir noch einige Aktivitäten geplant und sind gespannt, was noch auf uns zukommt!

Schöne Grüße,

Laura und Lara 😊

Von der Ankunft bis zum 1. Arbeitstag auf Malta

Guten Abend aus Malta!

Laura und ich sind Sonntag nach einem zweistündigen Flug spät abends auf Malta angekommen und wurden von George, unserem Ansprechpartner hier, und einer Mitarbeiterin abgeholt. In der WG angekommen, teilte uns George mit, dass am Mittwoch unser erster Arbeitstag sein wird und wir noch vier weitere Mitbewohner haben, welche wir durch die späte Ankunft erst am Montag kennenlernen konnten. Unser Apartment hat einen großen Küchen- und Wohnzimmerbereich, zwei Bäder, vier Schlafzimmer und zwei Balkone.

Unsere Küche
Unser Wohnbereich
Unser Schlafzimmer
Unser Ausblick vom Balkon

Am Montag erkundeten wir Santa Venera, unseren Wohnort, um uns in diesem besser zurecht zu finden.

Am Dienstag machten wir mit der kompletten WG einen Ausflug nach Valletta, der Hauptstadt von Malta und erlebten diese schon zu später Stunde.

Am Mittwoch wurden Laura und ich um 8:00 Uhr vor unserem Appartement von George abgeholt. Dieser begleitete uns auf unserer Busfahrt und erklärte uns, wo wir umsteigen müssen und welche Busse wir nehmen können.

Die Behörde, in der wir für vier Wochen arbeiten werden, nennt sich L.E.S.A. (Local Enforcement System Agency) und befindet sich in Fgura. Dort angekommen, wurden wir den Mitarbeitern vorgestellt und mussten dann leider erfahren, dass wir, anders als geplant, unterschiedliche Arbeitsstellen in verschiedenen Orten haben werden. Aufgrund dessen durften wir den ersten Tag zur Eingewöhnung zusammen verbringen und ab Donnerstag war mein neuer Arbeitsplatz in einem Gericht in Zejtun, welches sich „Tribunal Xlokk“ nennt.

Schöne Grüße aus Malta wünschen Laura und Lara 🙂

Augenopikerin- Arbeiten im Ausland

Kann ich mich verständigen? Was werde ich an der Arbeit machen? Wie sind meine Arbeitskollegen? Mit wem wohne ich im Apartment zusammen? Sind es Deutsche oder Franzosen, Engländer oder Italiener? Finde ich jemanden mit denen ich mich vertrage?
All diese Fragen habe ich mir gestellt als es hieß, dass ich für 4 Wochen nach Malta fahre.
Als ich gehört habe, dass ich ein Praktikum im Ausland absolvieren kann, war ich sehr begeistert und wollte es unbedingt machen. Sofort begann ich alles zu organisieren. Doch bis kurz vor der Abreise wurde mir erst klar, dass ich jetzt wirklich nach Malta fahren werde. Meine Nervosität wurde immer größer.

Doch wie es immer so ist macht man sich am Anfang immer mehr Gedanken als es am Ende Nötig gewesen wäre.

Am 29.09 2018 ging es für mich los. Mein Flieger ging um 20.20 Uhr von Frankfurt am Main und mein Flieger landete um 23.30 Uhr. Ich wurde am Flughafen von George abgeholt und er zeigte mir das Apartment.Ich stellte fest, dass ich mehr verstand als ich mir zu getraut habe. Er erzählte mir, dass ich mit 2 anderen deutschen zusammen wohnen werde, die ebenfalls aus Kassel kommen. In dem Moment fiel mir der zweite Stein vom Herzen. Als ich am Apartment ankam, war schon alles dunkel. Netterweise war einer von den beiden wach geblieben um mich zu begrüßen und zeigte mir wie ich mich hier zurecht finde. Am Sonntag lernte ich meine andere Mitbewohnerin kennen und wir verstanden uns von Anhieb sehr gut. Es dauerte nicht lange bis unsere WG zu wachs bekam. Um 14 Uhr reisten 2 weiter Jungs an. Die beiden wohnen in der Nähe von Berlin. Wir sind dann zusammen zum Strand in Gazia  gegangen um uns abzukühlen und die die beiden die vor uns an gereist waren zeigten uns ein wenig die Umgebung.

Meine erste Arbeitswoche

Am Montag fing mein erster Arbeitstag an. Ich traf mich um 9.40Uhr mit George an der Bushaltestelle und er zeigte mir meine Arbeitsstelle und wie ich es mit dem Bus erreichen kann. Meine Arbeitsstelle ist in Slima beim Augenoptiker „K Optiks“.
Ich lernte meinen Chef Kevin kennen und meine Anderen Arbeitskollegen. Kevin zeigte mir die Werkstatt wo ich die meiste Zeit arbeite. Meine Arbeitszeiten sind von 9.00 Uhr bis 13.00Uhr und von 16.00 Uhr bis 19.00Uhr. In der erste Woche hab ich mich an die Praktikantin aus Italien gehalten, die Alessia. Sie zeigte mir schon am ersten Tag wie ich den Schleifautomaten bediene und wie man die Gläser in die Fassung einsetzt. Ich versuchte alles wie ein Schwamm auf zu saugen  und alles genau so umsetzten. Von dieser Arbeit kann ich viel profitieren, da ich dies für meine Abschlussprüfung brauche, aber in Deutschland keine große Möglichkeit habe dies mit einer Routine zu erlernen. Gleich am ersten Tag sind mir ein paar Unterschiede zwischen Malta und Deutschland aufgefallen. In Malta färben sie die Sonnenbrillengläser selber und die Gräte wie zum Beispiel das Lötgerät oder die Ventilette sieht anders aus als ich es kenne. Im Gegensatz zu Deutschland dürfen die Augenoptiker in Mata kein Sehtest durchführen, aus diesem Grund kommt jeden Dienstag und Freitag der Doktor vorbei.
Um mich einschätzen zu können gab mir Kevin in den ersten Tagen paar Aufgaben. Ich sollte Sonnengläser von einem Sonnenclip in eine Sonnenbrille ein feilen. Ich sollte auch eine Brille ausrichten ,die er verbogen hat ,so konnte ich auch gleich gute Tipps und Tricks erlernen die mir in der Zukunft weiter helfen werden.

Erstes Wochenende

Am Freitagabend waren wir alle zusammen in der Disco und haben das Nacht Leben von Malta genossen. Das schöne ist das auf Malta 90% der Eintritte in den Discotheken  umsonst ist.
Am Samstag sind wir nach Valetta gefahren und haben dort den ganzen Nachmittag verbracht. Als wir ankamen haben wir erstmal die Schönheit dieser Stadt genossen. Die weißen Häuser und kleinen Gassen waren Atemberauben schön. Nachdem wir uns eine Weile orientiert haben, haben wir den Lower Barraka Garden aufgesucht. Da gab es einen kleinen Markt. Man konnte Honig, Süßigkeiten, Schmuck, Selbstgewebte Teppiche kaufen. Doch was mich am meisten Beeindruckt hat war der Ausblick direkt auf dem Meer. Leider mussten wir später feststellen das alle anderen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die National Bibliothek oder Saint John´s Co- Chathedral geschlossen hatten.
Durch Zufall bekamen wir mit, dass in Valetta abends ein Fest stattfinden soll. „ Notte Bianca“. Den ganzen Abend bis spät in die Nacht gab es Open Air Konzerte jeglicher verschiede Musikrichtung und alle Museum und Sehenswürdigkeiten öffneten ihre Türen. So konnten wir die Stadt in Aktion kennen lernen.

Am Sonntag blieb keine Zeit zum Ausruhen. Gleich am Morgen zogen wir los und fuhren in die ehemalige Hauptstadt Mdina die auch „Stadt der Stille“ genannt wird. Mdina ist eine kleine Mittelalterliche Stadt wo kein Autoverkehr stattfindet. Der Ausblick ist herrlich.

Nach dem Ausflug nach Mdina sind wir nach Valetta gefahren und haben dort den Botanik Garden berichtet. Danach sind wir nach Hause gefahren und anschließend nach Slima zu Strand gefahren. Da wir wussten, dass wir eine neue Mitbewohnerin bekommen, waren wir gespannt wie sie so sein wird. Nach dem wir ein wenig gequatscht haben und den Ausblick auf das Meer genossen haben, haben wir zusammen das Wochenende mit einen schönen Essen ausgingen lassen.